Der Aufstand in Polen

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Die Presse (Wien), 3. Februar 1863

Wien, 2. Februar.

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(Quelle: Wikipedia)

Es hat bis jetzt wenig darüber verlautet, welche Haltung die verschiedenen Machte den Ereignissen in Polen gegenüber einnehmen. Was zunächst Oesterreich betrifft, so finden wir über sein Verhalten interessante Details in einer Wiener Correspondenz der Südd. Z. Demnach ist das Wiener Cabinet vorerst mehr von Erwägungen der Humanität, als von jenen der hohen Politik geleitet. Wie natürlich, ist bereits eine nicht unbeträchtliche Zahl von Theilnehmern am Ausstande gegen die Russen auf österreichisches Gebiet übergetreten. Auf die erste Kunde davon hat der russische Gesandte in Wien, Herr v. Balabin, auf Grund der bestehenden Verträge die Auslieferung dieser Flüchtlinge verlangt. Von österreichischer Seite soll hierauf erwidert worden sein, daß die bestehenden Verträge wol zur Auslieferung von Deserteuren und gemeinen Verbrechern, nicht aber auch zur Auslieferung von politischen Flüchtlingen verpflichten. Man erblicke in den übergetretenen Polen nicht, wie der russische Gesandte, entlaufene Recruten, die unter die Rubrik Deserteure gehören, sondern eben politische Flüchtlinge. Welchen Ausgang diese Controverse mit Herrn v. Balabin genommen, weiß der Correspondent der Südd. Z. nicht anzugeben; „aber,“ bemerkt er, „es ist dies zuletzt für die größere Masse der Flüchtlinge ziemlich gleichgiltig, wenn man nur in den ersten Wochen Milde walten läßt, und ihnen die Gelegenheit nicht entzieht, mit Hilfe der wohlhabenden Stammesgenossen in Galizien ein unter jeder Bedingung sicheres Asyl aufzusuchen.“

Die preußische Regierung und auch jener Theil der preußischen Presse, welcher sonst für jede Nationalität begeistert ist, beobachtet den Polen gegenüber eine sehr feindselige Haltung. Die preußische Regierung hat gleich auf die erste Nachricht vom Aufstande ihre Grenzen in der ängstlichsten Weise mit Truppen besetzen lassen, und einen starken Cordon gezogen. Damit begnügte man sich aber nicht. Wie der Danziger Zeitung aus Thorn berichtet wird, ist an die Direktion der preußischen Ostbahn die officielle Anzeige gelangt, Extrazüge bereitzuhalten, um kaiserlich russisches Militär über Eydtkuhnen nach Alexandrowo zu befördern. Im Rosenberger Kreise sind am 30. v. M. etwa 60 Personen, meistentheils Juden, übergetreten. Es scheinen dies Flüchtlinge nicht vor den Russen, sondern vor den polnischen Insurgenten zu sein.

In England, wo man im ersten Augenblick den Aufstand als hoffnungslos verurtheilte, spricht man sich bereits anders aus. Die nichts weniger als polenfreundlichen Times sagen: „Die telegraphischen Nachrichten zeigen, daß es sich um mehr als eine blos locale Ruhestörung handelt, und daß die Insurgenten, wenn sie auch am Siege verzweifeln, doch entschlossen sind, sich zu rächen. Was wird sein Sieg dem Czar frommen? Es wird ein paar tausend Polen weniger und dafür eine neue schreckliche Erinnerung als Scheidewand zwischen Besiegtem und Sieger geben. Es ist lächerlich, den Grund der Empörung in „revolutionären Meinungen“ zu suchen, da Polen niemals für Mazzini’s Ideen geschwärmt hat, anstatt in den Ausschweifungen des russischen Systems und in der Verfolgungssucht, die das neu eingeführte Conscriptions-Gesetz kennzeichnet. Die Ereignisse der letzten 15 Jahre sollten den politischen Glauben selbst eines russischen Czars reformiren. Heutige Politiker erkennen, daß ein Souverän, der den Wünschen seines Volkes nicht nachzugeben weiß, seinen Beruf nicht versteht. Man achtet ihn heutzutage nicht mehr als einen tüchtigen und muthigen Tyrannen, sondern hält ihn blos für einen thörichten Starrkopf, denn die Ereignisse haben das Gesetz angezeigt, das die politischen Veränderungen, unserer Zeit regiert, und haben uns klar gelehrt, daß nationale Instincte und die Sehnsucht nach persönlicher Freiheit jeden Widerstand überwinden. Wird Polen nicht versöhnt, so muß die Agitation Jahr für Jahr fortdauern, bis sie irgend ein großes Unheil über das russische Reich bringt. Eine Empörung mag nach der andern unterdrückt werden, bis früher oder später irgend eine Conjunctur Europa gegen Rußlands Macht in Harnisch bringt, und dann kann die Feindseligkeit Polens dem Czarenthum Verderben bringen.“

Der Moniteur des napoleonischen Frankreichs bringt eine Warschauer Correspondenz vom 27. v. M., welche in vieler Beziehung interessant ist. Vor allem geht daraus hervor, daß die Beschädigungen an der Warschau-Petersburger Bahn nicht von den Insurgenten, sondern von den Russen selbst herrühren. „Die Beschädigungen auf dieser Strecke,“ schreibt der Correspondent des Moniteur, „wurden von dem Warschauer Bahnhofsverwalter selbst angerichtet, der mit etwa zehn Beamten auf einem Waarenzuge abfuhr und die Brücken hinter sich zerstörte.“ Was die Insurrection selbst betrifft, so versichert der Correspondent des Moniteur, dieselbe sei noch nicht Herrin eines wichtigen Theiles des Königreichs, und seit der Nacht zum 23. Jänner sei bis zum 27. weiter kein Blut geflossen, doch sei man auf beiden Seiten zum Kampfe vorbereitet. Die Insurgenten erhielten durch zugezogene Emigranten Verstärkungen und aus Krakau (?) nicht unbedeutenden Succurs an Waffen und Mannschaft. Der Correspondent des Moniteur constatirt, daß die russische Regierung in ihrem allzu großen Vertrauen auf den Erfolg der Recruten-Aushebung in Warschau sich von der Revolution überraschen ließ, und keine Zeit zur Ergreifung von Repressions-Maßregeln hatte. „Wahrscheinlich,“ so schließt die Correspondenz des Moniteur, „wird die Landbevölkerung in dem Kampfe neutral bleiben, und es ist sogar gewiß, daß die Domänen- und Fronbauern, trotz alles Drängens an gewissen Orten, sich der Bewegung anzuschließen geweigert haben. Unter den polnischen Frauen jedes Ranges ist dagegen die Exaltation auf den höchsten Grad gestiegen. Durch alle Stände hindurch hat bei ihnen die Aufregung den Gipfelpunkt erreicht.“

In seiner Nummer vom 31. Jänner wiederholt der Moniteur seine Ansicht von der Erfolglosigkeit des polnischen Aufstandes, da ja „unglückliche junge Leute, fast noch Kinder, ohne Waffen, ohne Disciplin, einer Armee von 100,000 Mann guter, von erprobten Offizieren geführter Truppen gegenüberstehen“. Der Frankfurter Europe wird aus Paris geschrieben: „Der russische Gesandte Baron Budberg hat fast täglich längere Conferenzen mit Drouin de Lhuys. Der russische Hof dringt auf eine strengere Überwachung der polnischen Emigration in Frankreich.“

Der Petersburger Correspondent der Köln.-Ztg zeichnet sich vor allem durch gut russische Gesinnung aus. Nicht ausführlich genug kann er erzählen, daß sich in ganz Petersburg nur Ein Ruf des Unwillens über die Vorgänge in Polen vernehmen läßt. „Die Entschiedeneren,“ schreibt er, „begrüßen dieselben als den Ausgangspunkt für ein energischeres Handeln um die endliche Beseitigung dieser unerträglichen Zustände. Großfürst hat den Ausbruch dieser Katastrophe durch consequente Durchführung von segensreichen Reformen und Maßregeln der Milde nicht verhindern können; wir wollen sehen, ob er jetzt die Kraft haben wird, mit Energie einzuschreiten.“

Die Köln. Ztg., welche sich durch Reproducirung solcher Correspondenzen dem Verdachte aussetzt, den panslavistischen Tendenzen des Grafen Wielopolski ihre Sympathien zu schenken, möge sich beruhigen — an Energie im Unterdrücken, werden es Großfürst Konstantin seine Russen gewiß nicht fehlen lassen. „Für alle Eventualitäten,“ schreibt aus Warschau der Nat.-Ztg., „soll der Großfürst ein ganzes Armeecorps (50-—60,000 Mann) vom Kaiser verlangt haben. Die Armee im Königreich wird jetzt wol 8O-—00,900 Mann betragen, da aber Warschau eine zu starke Besatzung braucht, dürfte ein solcher Succurs nicht zu verachten sein.“ Aus Petersburg wird demselben Blatte gemeldet: „Die Truppen concentriren sich im Königreich, um einen Hauptschlag zu führen,“ und aus Warschau schreibt man: In einem Umkreis von 1 1/2 Meile soll um Warschau ein Cordon gezogen werden, und die neu ankommenden Truppen werden alle Städte und größeren Orte des Landes besetzen, um so dem Aufstande mit Einem Schlage den Garaus zu machen.

Der Kaiser von Rußland hat, wie telegraphisch schon gemeldet, am 25. Jänner nach der Kirchenparade des Ismailoff’schen Garderegiments die Officiere vortreten lassen und eine Ansprache an dieselben gerichtet, in welcher er nach Erwähnung der „unerhörten Frevelthaten“ im Königreich Polen wörtlich sagte:

„Aber auch nach diesen neuen Gräueln will ich nicht das ganze polnische Volk anklagen, ich sehe in diesen traurigen Ereignissen vielmehr die Arbeit der Revolutions-Partei, welche alles über den Haufen zu stürzen strebt. Es ist mir bekannt, daß diese Partei auch auf Verräther in unseren Reihen rechnet; das kann aber meinen Glauben an die Pflichttreue meiner treuen und braven Armee nicht erschüttern. Ich bin überzeugt, daß jeder von Ihnen jetzt mehr als je die ganze Heiligkeit des Eides empfinden und desselben eingedenk sein und seine Pflicht erfüllen wird, wie es die Ehre unserer Fahnen erfordert. In Ihren Reihen habe ich selbst meine dienstliche Laufbahn begonnen; dann habe ich während einiger Jahre die Ehre gehabt, Ihr Commandeur zu sein, und daher waren die Gefühle Ihrer Ergebenheit mir wohlbekannt; ich pflegte mich dessen für Sie vor dem verstorbenen Kaiser, meinem Vater, zu rühmen und darauf stolz zu sein. Ich bin überzeugt, daß Sie, wenn die Umstände es verlangen, auch jetzt durch die That beweisen werden, daß ich auf Sie rechnen kann, und daß Sie mein volles Vertrauen zu Ihnen rechtfertigen werden.“

Der officielle Dziennik fährt mit Veröffentlichung der offiziellen Berichte der einzelnen russischen Truppencommandanten über die Aufstände und ihre „Vernichtung“ fort. Lieutenant Kozunoff, der die Verwundeten der zweiten Jägercompagnie nach dem Lazareth brachte, berichtet unter anderm, daß auf das Läuten der Glocken in der katholischen Kirche in Bodzentin über 600 Mann, mit 14 Zoll langen und 2 1/2 Zoll breiten zweischneidigen Messern bewaffnet, gleichzeitig die Quartiere der Officiere und Gemeinen überfielen. Hier folgen nun die Details des Ueberfalls, bei welchem Lieutenant Rapp erstochen und eine ziemliche Anzahl Gemeiner getödtet und verwundet wurden. Die Rebellen bestanden aus den Einwohnern der Städte Bodzentin, Suchedniow und Leczwa. Der Bericht lobt den Muth und die heldenmüthige Tapferkeit der Truppen, die, im Schlaf Überfallen, sich gegen eine überlegene Zahl der Rebellen vertheidigten und ihnen eine bedeutende Anzahl Waffen, meistens aus Messern und Sensen bestehend, abnahmen.

Alle diese Rapporte schließen mit der Bemerkung, daß die rothe Partei an allem Schuld sei; daß die Rebellion von Gutsbesitzern und Bauern nur unterstützt wird, weil diese unter dem Terrorismus der Rothen stehen. „Heute,“ schreibt man aus Warschau,30. Jänner, „verbreitete sich das Gerücht von einem großen Zusammenstoß der Truppen mit den Insurgenten bei Serozk. Die letzteren wurden viermal zurückgeschlagen, sollen aber dennoch zuletzt den Platz behauptet und 8 Kanonen erobert haben. Ungeachtet der Proclamirung des Standrechtes laufen hier junge Leute schaarenweise davon und zu den Aufständischen. Von der Warschau-Petersburger Eisenbahn sind sämmtliche Beamte zu den Insurgenten gegangen, so daß die Bahn bis zur Station Lapa keine Bedienung hat. Seit gestern ziehen hier verschiedene Truppenabtheilungen mit sämmtlichen Bagage- und Munitionswagen ein; man will behaupten, daß diese Detachements sich vor den immer stärker werdenden Insurgentenhaufen zurückzuziehen gezwungen waren. Gestern kam ein Jude von Siedliec hier an und wurde sofort bei der Stadtbarrierre festgenommen, weil er einen Paß, von der provisorischen National-Regierung unterzeichnet, producirte. Der Jude erklärte, man habe ihm diesen Paß auf der Magistratur zu Siedliec ausgestellt.“

Wie dem Czas aus Warschau geschrieben wird, ist es die vom Großfürsten Konstantin eingeführte außerordentliche Maßregel her peinlichcn Kriegsgerichte, welche die Aufständischen zur Fortsetzung des Kampfes veranlaßt, ja man möchte fast sagen — moralisch, nöthigt; denn es wartet ihrer, falls sie die Waffen niederlegen, nichts anderes, als eine russische Kugel auf das Urtheil des aus Feinden zusammengesetzten Kriegsgerichtes. Ein Jeder zieht es daher vor, daß ihn diese Kugel auf dem Kampfplatze treffe. Andererseits ist z. B. die akademische Jugend, welche entschlossen war, sich von jedem Kampfe fernzuhalten, durch das ihr hiefür von der russischen Regierung in dem Dziennik Powczechny gespendete Lob dahin gebracht worden, daß sie jetzt, um nur zu zeigen, daß sie nicht auf Seite der russischen Regierung stehe, bereit ist, ihr Leben fruchtlos aufzuopfern.

Von dem Kampfplatze gehen dem Czas folgende Detailberichte zu: „Bei Stelmachow, in der Nähe von Tykocin (im Gouvernement Augustow), wurden nahe an hundert Soldaten entwaffnet. Im Mazow’schen Gebiete griffen die Sensenmänner 60 Kosaken an, die sich in vier Häusern verbarricadirten und von den Fenstern aus ein Feuer auf die Sensenmänner eröffneten. Die Sensenmänner wollten die Häuser nicht in Brand stecken, um die darin Befindlichen nicht dem fürchterlichen Feuertode preiszugeben, und zogen deshalb unverrichteter Sache wieder ab. In Mezenin kam es zum Kampfe mit einer Compagnie Infanterie; der Kampf war äußerst erbittert; von Seite der Polen fielen 30 Mann, darunter der heldenmüthige Anführer Szepietowski. Dem russischen Militär kam noch rechtzeitig Major Felkner mit einer Abtheilung Soldaten zu Hilfe, und der Kampf verlängerte sich. Auch die Russen erlitten einen bedeutenden Verlust; drei Officiere wurden ihnen verwundet, von denen der Infanterie-Officier Niepokojczyki und ein Artillerie-Officier bereits todt sind. Die Polen zählen deshalb so viele Todte, weil die Russen die Verwundeten erbarmungslos niederstoßen. In Sokoty, im Tykociner Gebiete, wurden mehrere Soldaten und in Jablonka zwei Gendarmen entwaffnet, doch hierauf freigelassen. Auf Seite der Polen findet sich demnach jene Grausamkeit und Rachgier nicht, welche ihnen General  Adlerberg, der Anführer des Smolensker Regiments, in seinem Rapporte fälschlich zuschreibt, und von denen überhaupt in allen russischen Berichten die Rede ist. Diese Rapporte, welche den Soldaten vorgelesen und erläutert werden, haben den Zweck, den Zorn und die Rachgier gegen die Polen bei dem Militär zu erwecken; nicht minder auch den, vor den Augen Europas in dem Lichte verfolgter Unschuld zu erscheinen.“ ——

So Weit die in den Blättern vorliegenden Nachrichten über den Aufstand in Polen. Uns zugekommene verläßliche Privatnachrichten bestätigen, daß, trotz der russischen Behauptungen des Gegentheils, die Insurrection einen immer ernsteren, furchbareren Charakter annimmt. Die Zahl der Insurgenten nimmt an einzelnen Punkten ab, während sie auf anderen Punkten mit zehnfacher Gewalt hervorbricht. In Littauen und Volhynien sollen sich Schaaren von Insurgenten erheben; man spricht von nicht weniger als 200,000 Mann. Gewiß ist, daß die Insurgenten (und dies steht im Widerspruch mit den Berichten in den preußischen Blättern) größtenteils gut equipirt und geführt sind; daß sie Kanonen haben, die ganz vortrefflich bedient werden. Es war das Gerücht verbreitet, daß die russische Regierung an der Grenze von Galizien ein Armeecorps aufstellen lassen wolle. Unter derartigen Umständen wird die russische Regierung schwerlich in der Lage sein, Truppen zu Demonstrationen nach Außen hin zu verwenden; überhaupt dürfte es der ausgezeichneten Politik des Fürsten Gortschakoff für geraume Zeit unmöglich gemacht sein, sich um die Angelegenheiten anderer Staaten zu kümmern. Sollte aber das Abschlachten in Polen noch längere Zeit fortdauern, so dürfte sich wol auch die eine oder die andere Macht veranlaßt sehen, im Interesse der Humanität an Rußland eine jener Depeschen zu richten, wie Fürst Gortschakoss sie von Zeit zu Zeit in Konstantinopel vorlesen läßt. Man braucht eine solche Gortschakoff’sche Note zu Gunsten der orientalischen Christen nur abzuschreiben, um die Politik des Petersburger Cabinets bei Gelegenheit dieser polnischen Vorgänge in vernichtender Weise ad absurdum zu führen.

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