Die Phantasie an der Macht

Dieser Artikel wurde 1295 mal gelesen.

von Henning Helmhusen

Wie ich es nicht besser erfinden könnte, wurde mir das Geheimprogramm von Syriza zugespielt, mit dem Tsipras und Varoufakis Europa in die Enge treiben wollen. Insbesondere will man nun psychologisch noch geschickter vorgehen:

Bei den Verhandlungen kommt es nämlich nicht nur auf kalte Zahlen, sondern auch auf sensiblen Umgang mit der Gegenseite an. Um die Stimmung zu verbessern, soll Wolfgang Schäuble deshalb nicht mehr regelmäßig als Nazi dargestellt werden, sondern auch mal als Gestapo- oder SS-Mann. Angela Merkel muß sich ihr Bärtchen aber selbst wegrasieren. Syriza bleibt natürlich internationalistisch (außer Deutsche).

Und das ist die Agenda, mit der man die „Institutionen“ an die Wand drücken will:

  1. Die „Troika“ wird abgeschafft und in „Quadriga ohne Steuermann“ umbenannt.
  2. Von der Türkei wird für den Fall von Konstantinopel 1453 ein beliebiger Milliardenbetrag verlangt. Der Iran könnte wegen der Perserkriege (Schlacht bei Marathon, Schlacht bei den Thermopylen) dran sein.
  3. Eulenzölle nicht nur für Athen, sondern für ganz Griechenland!
  4. Touristen, die ihre eigene Lederjacke mitbringen, sollen als Hilfs-Finanzminister das Steueraufkommen steigern helfen.
  5. Enteignung von König Krösus und Verstaatlichung von König Midas.
  6. Sofortige Einheitsfront mit „Podríamos“ (Wir könnten!) in Spanien.
  7. Das Urheberrecht auf Wörter aus dem Griechischen wird weltweit mit Abmahnungen durchgesetzt. Allein für das Wort „Telefon“ könnten so Milliarden eingeworben werden.
  8. Tausend Lizenzen für Hütchenspieler werden weitere Milliarden in die Kassen spülen.
  9. Androhung einer Twitter-Kampagne mit mehreren Hashtags.
  10. Italien hat unverzüglich die besetzten Gebiete Sizilien und Neapel zurückzugeben.
  11. Aufhebung der Steuerfreiheit für die Götter auf dem Olymp.
  12. Und um mehr sparen zu können, soll als erstes endlich mal mehr ausgegeben werden (Werbespot mit den Geissens in Vorbereitung).
Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Griechenland, Henning Helmhusen, Satire, Staatsverschuldung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar