Den 18. März feiern!

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Als das wiedervereinigte Deutschland einen Feiertag suchte, entschied man sich für den 3. Oktober, genau weil damit nichts verbunden ist. Der 9. November mit seiner verwirrenden, aber dadurch durchaus treffenden Symbolik erschien zu heikel:

  • 1848: Hinrichtung von Robert Blum
  • 1918: Ausrufung der Weimarer Republik
  • 1923: Marsch auf die Feldherrnhalle
  • 1925: Gründung der SS
  • 1938: „Reichskristallnacht“
  • 1969: Anschlagversuch der „Tupamaros West-Berlin“ auf das Jüdische Gemeindehaus in Berlin (der Tag wurde ganz bewußt so gewählt!)
  • 1989: Fall der Mauer

Dabei gibt es einen ganz naheliegenden Tag, wenigstens aus unserer Sicht: den 18. März, den Tag, an dem die leider gescheiterte Märzrevolution 1848 in Berlin ausbrach. Aber für ein Land des „Ruhe erste Bürgerpflicht“ ist das wahrscheinlich zu unordentlich.

Was auch noch für den Tag spricht:

  • Am 18. März 1890 reichte Bismarck seine Demission ein. (Eugen Richter dazu: „Gott sei Dank, daß er fort ist! so sagen wir heute ebenso aufrichtig, wie wir ihm gegenüber stets gewesen sind. Es wäre ein Segen für das Reich gewesen, wenn er schon viel früher beseitigt worden wäre.“)

Und eigentlich ist es ja auch viel besser, daß der 18. März kein staatlicher Feiertag ist.

(Quelle: Wikipedia)

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