Für die Deutschen in Paris

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Die Presse (Wien), 22. Juli 1863

[Für die Deutschen in Paris.] In der deutschen Pariser Zeitung läßt der deutsche Hilfsverein einen Aufruf an Deutschlands Frauen ergehen, zur Theilnahme an einem Bazar mit Lotterie, deren Ertrag zur Verpflegung deutscher Kranken oder wo möglich zur Gründung eines Krankenhauses verwendet werden soll. Das Comité, welches sich unter dem Vorsitze der Frau Fürstin Metternich gebildet hat, spricht die zuversichtliche Hoffnung aus, daß Deutschland gern dieser Aufforderung Folge leisten wird durch reichliche Beiträge zur Sicherung einer umfassenden Krankenpflege für diejenigen hiesigen Deutschen, welche meist durch unverschuldetes Mißgeschick daran verhindert wurden, den Namen des geliebten Vaterlandes im Auslande durch deutsche Thätigkeit zu Ehren zu bringen. Sämmtliche Erträge, seien es nun Spenden oder Abnahme von Billeten, bittet man unter der Adresse der Frau Fürstin Metternich an das Damen-Comité in Paris einzuschicken. Der Secrecretär des Damen-Comités ist Herr M. Ellisen, Nr. 12, Rue St. Georges.

Anmerkung

In Paris leben zu dieser Zeit etwa 80.000 deutsche Einwanderer. Die Grenzen stehen für sie offen, während die die Wanderung zwischen den Staaten des deutschen Bundes nur schwer möglich ist. Da es in Frankreich auch Gewerbefreiheit gibt und man sich überall niederlassen darf, ist das Land neben den USA eines der beliebtesten Ziele für deutsche Auswanderer.

Siehe auch: Deutsche Gastarbeiterinnen in Frankreich

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