Fernsprechverbindungen für Berlin

Dieser Artikel wurde 1875 mal gelesen.

Berliner Tageblatt, 15. Juni 1880

Fernsprechverbindungen für Berlin. Um festzustellen, ob für Berlin ein Bedürfniß vorhanden ist, die Wohungen, Geschäftslokale, Fabrikanlagen &c. solcher Personen, welche sich des Fernsprechers als Verkehrsmittel bedienen wollen, in entsprechende Verbindung zu bringen und jedem Theilnehmer die Möglichkeit zu gewähren, sich zu jeder Zeit mit jedem anderen Theilnehmer mittels des Fernsprechers in Vernehmen zu setzen, werden diejenigen Personen, welche eine Einrichtung der vorstehend erörterten Art wünschen sollten, vom Staatessekretär des Reichspost-Amtes aufgefordert, sich dieserhalb schriftlich, oder während der Dienststunden von 9 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nachmittags persönlich, an das Telegraphen-Betriebsbureau des Reichs-Postamts, Französische Straße Nr. 33c, Zimmer Nr. 149, zu wenden, welches die nähere Auskunft über die bezüglichen Einrichtungen sowohl, als auch über die Bedingungen der Theilnahme ertheilen wird. — Es scheint somit, daß nunmehr die Postbehörde der Telephon-Frage für Berlin ernstlich näher getreten ist. — Inzwischen hat, wie wir hören, die internationale Bell-Telephon-Company von der hiesigen städtischen Bau-Deputation auf Veranlassung des Magistrats den Auftrag erhalten, einen Kostenvoranschlag einzureichen zur Herstellung von Telephon-Verbindungen des hiesigen Rathhauses 1. mit dem Köllnischen Rathhause, Breitestraße 20a (Centralbureau des Gaskuratoriums), 2. mit der Klosterstraße 68 (Städtische Wasserwerks- und Kanalisationskasse und Sparkasse) und 3. mit der Alten Jakobstraße 33 (Abtheilung für die Waisenverwaltung).

Siehe auch:

Dieser Beitrag wurde unter 1880, Bürokratie, Deutschland, Geschichte, Technik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar