Ein elektrisches Haus – Freisinnige Zeitung, 22. Mai 1891

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Auf der Weltausstellung in Chicago soll auch ein „elektrisches“ Haus errichtet werden, das folgende Einrichtungen aufweisen wird: Die Hausglocke wird elektrisch geläutet, die Lichter in allen Räumen werden von einem bestimmten Punkte, sowie von der Thüre eines jeden Zimmers kontrollirt. Eine Allarmglocke gegen Einbrecher wird die Familie im Schlafe schützen und bei unbefugtem Eindringen eines Menschen wird an der betreffenden Stelle sich ein Licht entzünden. Die Räume werden elektrisch erwärmt, ventilirt und durch Fächer abgekühlt; gekocht wird nur mit Hilfe der Elektrizität ganz oben im Hause, die Speisen werden durch einen elektrischen Apparat heruntergelassen und die Teller mit einem elektrischen Reinwascher gereinigt, „mit welchem ein Kind 10 000 Teller an einem Tage reinigen kann“. Dasselbe gilt natürlich auch von dem Reinigen der Messer, Fenster u. s. w. Der Kehricht wird durch einen elektrischen Zug fortgeschafft. Der Hausherr hat in seinem Geschäftszimmer ein Telephon und einen Schreibtelegraphen zur Verfügung, ebenso einen tragbaren Phonographen. „Im Empfangszimmer befindet sich ein musikalischer Telegraph, ein Phonograph mit berühmt gewordenen Reden berühmter Männer und Gesängen berühmter Frauen. — Die Patti soll figürlich dargestellt werden, und diese Figur wird die Bewegung und das Lächeln der Patti wiedergeben, natürlich mit einem Phonographen in ihrem Innern. 

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