Gary Johnson bei Occupy Wallstreet

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Um hier einmal etwas klarzustellen, was, wie wir an den Kommentaren gesehen haben, nicht hinreichend klar geworden sein könnte: Was uns an Blockupy gestört hat, war

  • die schiefe und wirre Analyse, beispielsweise wenn die Finanzkrise mit der Krise der europäischen Staaten durcheinandergeworfen wird,
  • die Forderung nach Staatsausbau als Lösung für die Probleme aus zu viel Staat,
  • das Schüren von Neid, Mißgunst und Haß sowie
  • das kaum verhohlene Drohen mit Gewalt und Zwang.

Wir haben aber durchaus unsere eigene Kritik an den Vorgängen der Finanzkrise. Nach unserer Ansicht sollten Banken Unternehmen wie alle anderen sein und bankrott gehen, wenn sie insolvent sind. Wir finden es unsinnig und ungehörig, daß schlecht geführte Unternehmen per Zwang der staatlichen Steuererhebung ihre besser geführten Konkurrenten ausnehmen und die breite Bevölkerung, insbesondere arme Leute ausbeuten.

Der Staat sollte keine Unternehmen „retten“ und nicht Druck zugunsten gewisser Unternehmen auf andere Unternehmen und Staaten ausüben. Die Lösung ist nach unserer Ansicht eine strikte Trennung von Staat und Wirtschaft, mit anderen Worten: Kapitalismus. Was wir erlebt haben und erleben, sind hingegen die Auswüchse eines Staatssozialismus, der sich in alles hineinmischt, und den man anstatt des abwesenden Kapitalismus kritisieren sollte.

Vielleicht ist dieser Clip von ReasonTV nützlich, Mißverständnisse zu korrigieren, die sich aus unserer Kritik an Blockupy ergeben könnten. Hier ist Gary Johnson zu Besuch bei Occupy Wallstreet (noch als republikanischer Präsidentschaftskandidat, mittlerweile ist er der Nominee der Libertarian Party). Er trifft zufällig auf Cenk Uygur von den Young Turks, mit dem er trotz Differenzen in anderen Fragen Gemeinsamkeiten finden kann.

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