Ueber eine Aeußerung der Kaiserin – Freisinnige Zeitung, 1. Juni 1888

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Victoria, 1857

Ueber eine Aeußerung der Kaiserin gegen das ant[i]semitische Treiben entnehmen wir der „Israelitischen Wochenschrift“ in Magdeburg eine Mitteilung, welche derselben aus bester Quelle aus Lüneburg geworden ist. Bei dem neulichen Besuch der Kaiserin in Lüneburg unterhielt sich dieselbe mit dem Oberbürgermeister Lauenstein in eingehender Weise auch über die kirchlichen Verhältnisse und erkundigte sich insbesondere, ob die Bekenner der verschiedenen Religionen in Frieden miteinander lebten. Als der Oberbürgermeister nur die allgünstigste Auskunft darüber zu geben in der Lage war, sprach die Kaiserin ihre freudige Genugthuung hierüber aus und nahm hierbei die Gelegenheit, ihr Verdikt über den Antisemitismus mit folgenden verbürgten Worten auszusprechen: „Das antisemitische Treiben ist mir und meinem Gemahl in der Seele zuwider.“

Siehe auch unsere Berichterstattung zu den letzten Tagen des Kaisers Friedrich:

 

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Eine ausführliche Einleitung und zahlreiche Fußnoten zu Personen, Sachverhalten und ungewöhnlichen Wörtern helfen dem heutigen Leser beim Verständnis.

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