Gary Johnson gewinnt in den Umfragen hinzu

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Es ist schon etwas her, daß wir das letzte Mal über die Kandidatur von Gary Johnson für die Libertarian Party berichtet haben. Zu der Zeit schien es so zu sein, daß er den Weg vieler dritter Kandidaten gehen würde: Zuspruch weit vor dem Wahltermin und dann immer weniger, bis es zur Sache geht.

Allerdings verhält es sich dieses Mal etwas anders. Zum einen haben die Republikaner es geschafft, mit Mitt Romney jemanden aufzustellen, der es trotz der günstigen Lage für einen Wechsel nicht schafft, den abgehalfterten Obama in Bedrängnis zu bringen. Die Unterschiede sind kaum auszumachen. Und dann hat zum anderen Gary Johnson durchaus ein markantes Programm, das viele Amerikaner ansprechen kann: Beendigung des War on Drugs, ernsthafte Anstrengungen, die Staatsverschuldung zurückzudrehen und die Steuern zu senken sowie die Außenpolitik des Landes eng an dem Ziel der Verteidigung auszurichten, anstatt überall mitzumischen.

Und nun gewinnt Gary Johnson entgegen allen Regeln dazu. Das Ausscheiden Ron Pauls hat ihm die Zustimmung von dessen Anhängern gebracht, die sich mit Mitt Romney nicht anfreunden können. Und auch die Medienpräsenz ist mittlerweile besser geworden. Wir vermuten, daß hier Anhänger der Demokraten mithelfen und mithelfen werden, die sich eine Schwächung von Romney versprechen, wenn sie Gary Johnson hervorheben. Bemerkbar ist dies auf jeden Fall daran, daß er mittlerweile in vielen Umfragen eingeschlossen ist. Dabei gewinnt Gary Johnson nicht allein von Republikanern, sondern auch von Demokraten und dem großen Block der unabhängigen Wähler Zustimmung.

Und das zeigt sich nun auch in den Zahlen:

Reason-Rupe findet per 21. September 2012, wenn Obama, Romney und Johnson zur Auswahl stehen, daß 6% der Wähler landesweit für den Kandidaten der Libertarian Party stimmen würden. Die Ergebnisse für die einzelnen Staaten variieren. Hier einige Resultate der letzten Zeit:

Gary Johnsons Kampagne verfügt bei weitem nicht über die Mittel im Bereich von Hunderten von Millionen Dollar wie die von Obama oder Romney. Das führt aber durchaus zu einem gewissem Charm, wie etwa in diesem Video, in dem Johnson gegen Zombies antritt (HT: Reason):

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