Neues soziales Gleichgewicht gefunden

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von Henning Helmhusen

Endlich nimmt das „neue soziale Gleichgewicht“ der SPD Gestalt an. In leichter Abwandlung eines plakativen Beispiels auf ihrer Website wollen wir das so illustrieren:

Zum Beispiel Sarah, Krankenschwester, Mitte 30: Sie liebt ihren Job. Mit Menschen arbeiten, helfen. Sarah arbeitet im Schichtdienst, das nimmt sie in Kauf. Eine volle Stelle. Aber im Urlaub verreisen, Kraft tanken – das ist nicht drin, nicht bei dem Gehalt. Miete, die Kosten für den Kleinwagen, mit dem sie zur Arbeit fährt, dann ist das Konto fast leer. Kann das sein? Eine qualifizierte Fachkraft, die Dienst am Menschen leistet. Acht Stunden oder mehr am Tag und in der Nacht. Ist das gerecht?

Auch Peer, Kanzlerkandidat, Mitte 60, arbeitet hart. Auch qualifiziert. Aber nicht nachts oder am Wochenende. Und mit Menschen hat er nur selten zu tun. Er arbeitet mit Zahlen, beantwortet Fragen für Bilfinger & Berger und hält gegen Honorar Reden. Damit verdient er mehr an einem Tag als Sarah im ganzen Monat. Ist Peer so viel besser? Ist sein Beruf wichtiger?

Siehe auch:  So finanziert man der Krankenschwester ihren Urlaub

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