Wieviele Anschläge von Afghanen gab es denn in Deutschland?

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Ein gewisser Thomas Holm antwortet im Diskussionsteil unten auf den Artikel von Jorge Arprin „Asyl für afghanische Ortshelfer“, den wir auch übernehmen durften, und meint, eine Gefahr heraufbeschwören zu können. Er sinniert darüber, wie die betreffenden Leute zu Anschlägen motiviert oder gezwungen werden könnten. Schließlich fragt er warnend:

„Welcher Politiker stellt sich hin und sagt, dass es fünf bis zehn Anschläge geben könnte, wenn wir die 1.600 aufnehmen ?“

Tja, da hätten wir eine Frage an Herrn Holm: Wie kommen Sie denn auf diese Zahlen?

Er sollte dabei bitte das folgende in Betracht ziehen. Per Ende 2011 gab es in Deutschland laut statistischem Bundesamt 56.563 Afghanen, die keine deutschen Staatsbürger waren, und vermutlich weitere, die mittlerweile Deutsche sind. Wenn 5 bis 10 Anschläge pro 1.600 Afghanen eine realistische Annahme sein sollen, dann rechnet man schnell aus, daß Herr Holm für die hier lebenden Afghanen von mindestens 177 bis 354 Anschlägen ausgeht.

Hoppla, wir kennen aber nicht mal einen einzigen solchen Anschlag. Vielleicht haben wir da etwas verpaßt. Curious minds want to know.

Oder Herr Holm liegt hier locker um einen Faktor von 100 und mehr daneben. Was wiederum bedeutet, daß er selbst mit keinem Anschlag rechnen kann. Man kann natürlich von 0 oder nahe 0 auf 10 hochrunden. Jeder, wie er mag. Ein rationaler Schluß ist das jedenfalls nicht.

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10 Antworten auf Wieviele Anschläge von Afghanen gab es denn in Deutschland?

  1. Thomas Holm sagt:

    „Vielleicht haben wir da etwas verpaßt. Curious minds want to know.“ Kein Problem.

    Es geht um Leute, auf deren Umfeld die Gegenseite etwas mehr Zugriff haben könnte, als auf in Deutschland lebende Afghanisch-stämmige Menschen. Googeln Sie mal ‚Afghanistan „green on blue“‚. Das sieht leider nicht so gut aus. Zuletzt:

    http://nachrichten.rp-online.de/politik/afghanistan-die-gefaehrlichen-verbuendeten-1.3432787

    Aber Danke der Nachfrage.

    Dass die Taliban mit dem Iran parlieren, haben Sie mitbekommen ? Spannende Sache.

    Kennen Sie das hier schon: Afghanen verschiedensten Hintergrundes treffen sich in Syrien.

    http://freehalab.wordpress.com/2013/06/06/assads-foreign-jihadists-and-mercenaries-in-syria/

    • eugen sagt:

      Wir haben Sie dann richtig verstanden, daß Ihre Zahlen aus der Luft gegriffen waren? Nennen Sie doch mal nur 10 Anschläge von Afghanen in Deutschland mit einem islamistischen Hintergrund.

      Und nun schieben Sie einfach eine weitere unbelegte Behauptung über den „Zugriff“ nach. Es gibt in Deutschland übrigens sogar mehr als 120.000 Menschen, die aus Afghanistan stammen, mehrheitlich mittlerweile Deutsche. Diese sind hierhin in den letzten gut 30 Jahren gekommen. Natürlich haben auch diese Menschen viele Beziehungen zu Leuten in Afghanistan, womit sie nach Ihrer Ansicht unter dem „Zugriff“ stünden. Wenn Sie durchrechnen, dann sollten Sie sogar 375 bis 750 Anschläge vorweisen können. Oder der „Zugriff“ ist völlig wirkungslos.

      Haben Sie für diese Diskrepanz irgendeine Erklärung? Können Sie diesen riesigen Unterschied in Ihren Annahmen irgendwie belegen? Außer daß Sie das einfach behaupten?

      Quelle für die Zahl der Afghanen: http://en.wikipedia.org/wiki/Afghans_in_Germany

    • eugen sagt:

      Wir halten fest:

      – Sie haben keinen Anschlag nennen können.
      – Sie haben nicht erklären können, wie Sie für die 1.600 zur Vermutung von 5 bis 10 Anschlägen kommen.
      – Sie haben keine Erklärung dafür, daß Sie für die hiesigen Afghanen völlig andere Annahmen machen müssen als für die 1.600, um die es geht, und wieso diese völlig anders sein sollten.

      Sorry, auch mit 1.000.000 reingepasteter Links bleibt es dabei, daß Sie die von uns gestellten Fragen nicht beantwortet haben, sondern ihnen nur ausgewichen sind.

  2. Thomas Holm sagt:

    @ eugen

    „Wir haben Sie dann richtig verstanden“ – Nein, aber versuchen wir es noch einmal.

    Es geht um Afghanische Ortshelfer von denen es heißt:

    „Schon heute befinden sich viele in Gefahr, sie erhalten Todesdrohungen oder sind bereits Angriffen zum Opfer gefallen.“

    Das wäre die „unbelegte Behauptung“ die ich einfach nachschiebe, ja ? Immerhin wird diese in dem Artikel vorher hier auch abgeführt. Ich spreche ausschließlich von der Situation, in der man darüber zu entscheiden hat, ob Ortshelfer, die bedroht werden, nach Deutschland kommen sollen. Zum bedrohen gehören „Zugänge“ und solche Zugänge können von Erpressung bis Infiltration reichen. In der Praxis in Afghanistan sah das bisher z.B. so aus:

    „Drei deutsche Soldaten starben vor wenigen Tagen durch die Kugeln eines afghanischen Kameraden.“

    http://ojihad.wordpress.com/2011/02/22/dein-freund-und-kiffer-afghanistans-sicherheitskrafte/

    Wer „green on blue“ Attacken von Afghanischen Amtspersonen auf NATO-Angehörige bewirken kann, dem müsste doch auch zuzutrauen sein, sich den Verbindungen zu solchen Amtspersonen für wesentlich prestigeträchtigere Anschläge im Westen zu bedienen. Oder meinen Sie nicht ? Wenn nicht, dann wäre halt da unser Dissens.

    Zwar habe ich zu einschlägigen Aktivitäten aus dem Kreis von bereits in Deutschland lebenden Afghanistan-stämmigen Menschen gar nichts gesagt, aber das scheint Sie sehr zu interessieren. Daher: Sicher kennen Sie doch noch Javad S. alias “Abu Safiyya” und seine eloquente Witwe “Ummu Safiyya”, oder etwa nicht ?

    http://ojihad.wordpress.com/2011/10/31/i-renounce-my-german-passport-letter-by-german-jihadi-widow-ummu-safiyya/ sowie

    http://ojihad.wordpress.com/2011/06/11/miqdad-the-afghan-blitz-german-jihadi-killed-in-kunduz/ und die

    http://ojihad.wordpress.com/2011/12/03/the-2011-martyrs-of-the-imu/ oder:

    „Omid H. Betreiber der Webseite “islambruederschaft.com”, einer deutschsprachigen Plattform für den Dschihad, die monatelang ungehindert ideologisches Gift in Form von Propagandavideos und Hassschriften zum Download anbot. “

    http://ojihad.wordpress.com/2012/03/29/der-dschihad-blogger-2/

    Einem ist beim Bombenbasteln die Decke fast auf den Kopf geflogen: Keramat G.

    http://ojihad.wordpress.com/2013/02/07/bombenbastler-keramat-g-vor-gericht/

    Ich breche hier mal ab, schauen Sie selbst mal rein !

    Ansonsten hatte ich die betreffende Zahl folgendermaßen gekennzeichnet:

    „Jetzt habe ich doch geschätzt …“

    http://arprin.wordpress.com/2013/06/03/asyl-fur-afghanische-ortshelfer/

    Übrigens: Wissen Sie zufällig, ob Mullah Omar noch lebt ?

    • eugen sagt:

      Sicherlich, Sie haben sich abgesichert mit dem „Jetzt habe ich doch geschätzt …“ Aber was hilft Ihnen das?

      Es stellt sich dann eben heraus, daß Sie ohne vernünftige Grundlage eine Schätzung in die Welt gesetzt haben. Wenn Sie die Bevölkerung Deutschlands auf 800.000 oder 8.000.000 geschätzt hätten, wären wir genauso wenig beeindruckt von Ihrem Argument.

      Um mehr ging es ja gar nicht.

  3. Thomas Holm sagt:

    Wir halten fest:

    – Sprengmeister wie Keramat G. haben sich zuvor erwischen lassen
    – Legt man Green on Blue zugrunde, ergäbe sich für eine Zahl von 1.600 Kontakt-Personen aus dem Kooperationsbereich womöglich eine höhere Anzahl als 5 bis 10
    – Von den hiesigen Afghanistan-stämmigen hat man noch nicht soviel über Bedrohungen gehört, wie von den Ortskräften. Wollen wir mal nicht hoffen, dass die Einwirkung hier nicht womöglich höher ist, als sie berichtet wird.

    Die von Ihnen gestellten Fragen zielten durchweg an der in Rede stehenden Problematik vorbei.

    Einräumen würde ich allerdings, dass der Konflikt in Syrien jihadistische Kräfte auch aus Afghanistan bindet und uns somit in der Tendenz vom Hals hält. Von den Machtkämpfen, die sich zum Ausbruch nach dem Abzug des Westens zwischen Pakistanischen, Iranischen und Paschtunischen Interessen in und um Afghanistan herum anbahnen, wird man wohl ähnliches behaupten dürfen.

  4. Thomas Holm sagt:

    „Viele der bis zu 1500 afghanischen Angestellten der Bundeswehr, allen voran die auch bei Kampfmissionen außerhalb der Lager eingesetzten Dolmetscher, fürchten die Rache der Taliban: Die Radikalislamisten würden sie und ihre Familien nach dem Abzug als Verräter angreifen oder töten. Deswegen fordern sie, dass gefährdete Helfer und ihre Angehörigen in Deutschland Asyl erhalten.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-bundeswehr-helfer-wollen-camp-blockieren-a-904466.html

  5. Thomas Holm sagt:

    „Ein afghanischer Polizist hat an einem Checkpoint sechs seiner Kollegen getötet und ist anschließend geflohen. Die Behörden prüfen, ob die Taliban hinter dem Angriff stecken. Womöglich haben sie den Täter gezielt eingeschleust.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanischer-polizist-erschiesst-sechs-kollegen-und-flieht-a-905522.html

    Eingeschleust; das sollte auch die bekümmern, in deren Reihen solche Einschleusungen womöglich versucht, bzw. unternommen werden. Aber die haben ja ihre multikulturalistischen Kulturversteher, die ihnen ganz ungefragt bestätigen, dass nur kranke Hirne sich sowas ausdenken können.

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