Schocker: Katholische Kirche gibt Geld für Prachtbauten aus!

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von Henning Helmhusen

Die Aufregung um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst nimmt kein Ende. Sie wird immer mehr und steigt immer weiter an. Doch nun kommen Tatsachen ans Licht, die die katholische Kirche erst richtig in Bedrängnis bringen können. So habe ich mit einer Googlesuche folgende weiteren Skandale ausfindig gemacht. Anstatt selbst zu recherchieren, lasse ich einfach andere für mich sprechen.

I.

Kölner Bistumsnews, 15. August 1248

Protzbischof will Dom bauen

Der umstrittene Erzbischof von Köln Konrad von Hochstaden kommt nicht aus den Schlagzeilen, wie wir an der Schlagzeile dieses Artikels gerade bemerken. So soll etwa eine sündhaft teure Grabstätte für ihn bereits in Planung sein. Doch schon zu Lebzeiten möchte sich der Kirchenfürst ein Denkmal setzen, das in seiner Vermessenheit an Albert Speers Germania erinnert. Unter dem Kürzel „DOM“ wurden überbezahlte Architekten angeworben, die das Stadtbild unserer Heimatstadt mit einem hochragenden Gebäude verschandeln sollen.

Nicht allein die Sorgen von Umweltschützern, die Verwirrung bei Zugvögeln durch den himmelstürmenden Bau befürchten, machen sich wie immer bemerkbar, auch eine Bürgerinitiative „Nein zum Dom-Wahnsinn!!!“  hat sich bereits gegründet, die sich für den Erhalt der Skyline einsetzt.

Vielfach wird auch angemerkt, daß die Größe des Projektes die finanziellen Möglichkeiten des Erzbistums sprengen könnte. Zu rechnen sei mit Bauverzögerungen, die eine Fertigstellung des sogenannten „Doms“ nicht vor dem Jahre 1880 wahrscheinlich machten. Bis dahin habe sich die Erde aber aufgrund anthropogener Eingriffe bereits so erhitzt, daß das Kirchenhaus unbenutzbar sei, so es nicht in den Fluten der gestiegenen Nordsee untergehe. Ein Sprecher des Erzbischofs lehnte auch nach mehrfacher telefonischer Anfrage eine Stellungnahme ab.

II.

Vatikan24.com, 18. April 1506

Wann fällt beim Papst endlich der Peterspfennig?

Protzifex Maximus Julius II. ist wieder einmal im Gerede unseres Blogs. Schockierte er Anfang des Jahres mit dem Anwerben von teuren Söldnern für seine sogenannte „Schweizer Garde“, so legt er nun noch einmal nach. Ein Prunkbau für 20.000 Menschen(Codename: „Petersdom“) soll erstehen, auch wenn wohl kaum jemals so viele zu uns nach Rom kommen werden.

Dazu soll die mehr als tausend Jahre alte Konstantinische Basilika abgerissen werden, was zu begreiflichem Unmut bei Denkmalschützern führte. Auch Umweltschützer sind besorgt. An der Stelle, wo der kontrovers diskutierte „Petersdom“ errichtet werden soll, hatten sich nämlich gerade die Mittelitalienischen Sumpfmücken heimisch eingerichtet, denen ihr Biotop nun entrissen wird. Es ist zu befürchten, daß unsere Kinder und Enkel deswegen einmal die Malaria nur noch aus den Schulbüchern kennen werden. Was den Papst aus verständlichen Gründen natürlich nicht interessiert.

Doch braucht unsere Stadt überhaupt einen gigantischen Bau dieser Art? Selbst in Stuttgart erwies sich ja ein unterirdischer Bahnhof als entbehrlich. Und dann die Kosten! Wie Finanzexperten nachgewiesen haben, müßten für das größenwahnsinnige Projekt auch Finanzierungsmöglichkeiten wie Ablaßzertifikate eingesetzt werden. Hier drohe eine Reformation, wie ein Insider aus Eisleben befürchtet, der nicht genannt werden will.

Besonders umstritten ist vor allem das Engagement des Starmalers Michelangelo, der eine sogenannte „Sixtinische Kapelle“ mit seinen zwar in Kunstkreisen gepriesenen, aber von der Bevölkerung abgelehnten Bildern verzieren soll. Kenner sind besonders verärgert darüber, daß sich der Papst seine Privatgemächer nicht von Jeff Koons, sondern von dem zweitrangigen Raffael gestalten lassen will, der noch nicht einmal einen Nachnamen sein eigen nennt.

Aber auch sonst steht das ganze Vorhaben unter keinem guten Stern. Wie von SpiegelTV aufgedeckt wurde, werden bis zu vierzehn Baumeister zur Erichtung des Skandalbaus nötig sein. Doch so viele hervorragende Könner ihres Faches lassen sich wohl kaum finden! Mit einer Vollendung des angeblichen „Petersdoms“ wird von daher nicht vor dem 18. November 1626 zu rechnen sein. Ob bis dahin noch eine Onlinepetition den Papst zu Sinnen bringen kann, die von Prominenten wie Katrin Göring-Eckardt, Bushido und natürlich Sting unterstützt wird, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung stirbt, wie wir Journalisten immer sagen, schlußendlich.

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