Libertarian Party: Gary Johnson vs. Lee Wrights

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Wie Reason berichtet, läuft die Nominierung bei der Libertarian Party auf einen Wettbewerb zwischen Gary Johnson und Lee Wrights hinaus. Die Delegierten müssen Tokens abgeben für die Kandidaten. Wer mehr als 30 erhält — es können bis morgen noch weitere Unterstützungen eingereicht werden —, kommt in die engere Wahl. Diese Hürde haben Gary Johnson mit 263 und Lee Wrighs mit 127 sicher genommen. Carl Person und Jim Burns liegen mit 28 und 27 Tokens noch darunter, könnte es aber auch noch schaffen.

Vorbehalte könnte es gegen Gary Johnson geben, weil er als vormaliger Republikaner nicht den richtigen Stallgeruch hat. Allerdings kann die Libertarian Party mit ihm erwarten, erstmals seit 1980 wieder und diesmal sogar sicher über 1% der Stimmen bei der Wahl zu erhalten. Zu vermuten ist, daß die Demokraten hier Hilfe leisten werden, da Gary Johnson weit in die republikanische Wählerschaft einbrechen kann. Das ihnen nahestehende Meinungsforschungsinstitut PPP hat Johnson bereits in einige Umfragen aufgenommen, bei denen die zu erwartenden Ergebnisse eines Dreierrennens zwischen Obama, Romney und Johnson abgefragt werden. Danach könnte Gary Johnson in dieser Konstellation 8% der Stimmen in Montana (per 3. Mai) erwarten, in seinem Heimatstaat New Mexico 15% (per 26. April) und landesweit 6% (per 19. April).

Ed Clark, Kandidat der Libertarian Party 1980, ist auf jeden Fall enthusiastisch über das Potential Gary Johnsons. Dieser werde vier- oder fünfmal so viele Stimmen auf sich vereinen wie Clark, der es auf 1,06% brachte. Allein der Nominierungsprozeß der Libertarianer ist für Überraschungen gut, auch wenn es nach einem klaren Votum für Gary Johnson aussieht. Morgen ist die Entscheidung.

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