Interessante Artikel

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In unregelmäßigen Abständen werden wir immer wieder einmal Links zu interessanten Artikeln posten und je nachdem kommentieren. Dies ist Teil der “Links der Woche”, die über die Zeit etwas unhandlich viele geworden sind:

  • Gregor Dolak bei Focus Online: Minus 17 Prozent: Jugendkriminalität nimmt stark ab – Nicht ganz, was man als Eindruck aus der Berichterstattung mitnimmt. Gewaltverbrechen sind in Norddeutschland auch häufiger als in Süddeutschland, sodaß es mehr Potential für eine Abnahme gibt. Die gute wirtschaftliche Lage könnte eine weitere Ursache sein. Und strukturell sollte eine alternde Gesellschaft weniger gewalttätig werden, weil deartige Verbrechen weit überdurchschnittlich von Männern zwischen 20 und 30 Jahren begangen werden.
  • Rossa Minogue bei NovoArgumente: Ressourcendebatte: Der Kollaps des Jared Diamond – Als abschreckendes Beispiel in der Umweltdebatte wird gerne die Geschichte der Osterinsel genannt. Dort sei es beim Aufstellen der großen Steinfiguren zu einem so exzessiven Resourcenverbrauch gekommen, daß schließlich die Gesellschaft zuammengebrochen und die Menschen verarmt seien. Einziges Problem: die Darstellung stützt sich auf suspekte Berichte. Neuere Forschungen zeigen, daß es doch etwas anders war.
  • Alex Tabarrok bei MarginalRevolution: Two Surefire Solutions to Inequality – Durch die Übersetzung von Pikettys „Kapital“ in das Englische ist besonders in den USA eine große Debatte über Ungleichheit ausgebrochen und, wie man ihr begegnen könnte. Alex Tabarrok hat einen amüsanten, aber auch folgerichtigen Vorschlag, der den Gleichmachern gar nicht gefallen sollte. Wenn sich der Wohlstand bei den Reichsten immer mehr konzentriert, dann kann man ihn auch reduzieren, wenn die Reichen viele Kinder haben, auf die er sich in der nächsten Generation verteilen wird. Oder aber auch, wenn die Reichen ganz wenig Kinder haben und früher oder später aussterben.
  • Bryan Caplan bei EconLog: Three Graphs About Trying and Failing – Im Hintergrund arbeitet Bryan Caplan an seinem nächsten Buch, in dem er den Fall gegen „Bildung“ aufmachen will (verstanden als Sektor, dem magische Fähigkeiten zugetraut werden). Die Kernthese: ein großer Teil des vermuteten Ertrags ist illusorisch, weil es bei Abschlüssen sehr viel um „signalling“ geht, d. h. nicht Humankapital gebildet wird, sondern nur demonstriert wird, daß man vom Talent her in eine gewisse Gruppe gehört. Dies führt zu einem verschwenderischen Wettlauf um Auschlüsse. Hier geht es darum, warum immer weniger das College abschließen. Schaut man sich an, wie der Erfolg von den Ergebnissen in der Schule abhängt, so stellt man fest, daß die Leistungen in Mathematik eine gute Vorhersagekraft haben. Allerdings haben über die Zeit immer mehr Schüler mit schwachen Leistungen in Mathematik sich an einem College eingeschrieben, von denen sehr viele den Abschluß nicht schaffen.
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