Amüsante Scheinzusammenhänge

Dieser Artikel wurde 4678 mal gelesen.

Mit der statistischen Größe der Korrelation versucht man zu messen, wie stark zwei Datensätze miteinander zusammenhängen. Die Korrelation liegt dabei zwischen -1 und +1. Ein Wert von +1 bedeutet, daß die beiden Datensätze immer perfekt das Gleiche machen, einer von -1, daß sie genau gegenläufig sind.

Allerdings kann man derartige Zusammenhänge auch dann finden, wenn man nur hinreichend viele Datensätze gegeneinanderlaufen läßt. Durch reinen Zufall kann es dabei auch einmal zu einer hohen Korrelation kommen, die einen Zusammenhang suggeriert, wo keiner ist, ein Problem, das sich einschleichen kann, wenn man zu lange mit vielen Datensätzen rumrechnet.

Was dabei an unsinnigen Scheinzusammenhängen herauskommen kann, wird auf der Seite „Spurious Correlations“ vorgeführt. Etwa sind die amerikanischen Ausgaben für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie mit 0,99, also sehr hoch korreliert mit der Anzahl der Selbstmorde durch Erhängen, Erwürgen oder Ersticken. Es ist amüsant sich auszumalen, welche erschreckenden Berichte unfähige Journalisten aus diesem Ergebnis machen könnten. Müssen viele Menschen auf eine derart schreckliche Weise sich das Leben nehmen, damit die Wissenschaft gut finanziert ist? Oder führen höhere Ausgaben zu so scheußlichen Selbstmorden? (Nebenbei macht man hier auch noch den Fehler, aus einer hohen Korrelation auf eine Verursachung zu schließen.)Auf der Seite finden sich noch viele weitere Beispiele solcher Scheinzusammenhänge, etwa zwischen der Anzahl der Filme mit Nicholas Cage und Todesfällen durch Ertrinken in Swimming Pools oder zwischen Rohölimporten aus Norwegen und Fahrern, die beim Zusammenstoß mit Zügen sterben, usw.

Statistische Satire. Schnell anschauen, bevor die einschlägigen Geschichten durch die Presse gehen!

Dieser Beitrag wurde unter Satire, Wissenschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar