Archiv der Kategorie: 1890er

Das Untier

Julius Stettenheim, „Burlesken“ 1899 Auf einer Haupttour kam einmal ein Floh In des Professors Zimmer, wo Ein trefflich Mikroskop, wie es der Meister Tagtäglich brauchte, stand. Das Tierchen sprang — Denn keines ist neugieriger und dreister — Hinauf aufs Instrument … Weiterlesen

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Die neue Welt

von Alexander Moszkowski, 1894 Amerika, Du hast es besser, Als unser alter Kontinent, Wo sich kein einz’ges Staatenwesen Vom Defizite jemals trennt; Des Goldes Flut, nicht mehr zu messen, Schwillt immer höher an bei Dir, Dein Fiskus taucht in Schätzen … Weiterlesen

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Komisch

von Julius Stettenheim, 1898 Es geht ja vielen Wörtern unseres geliebten Deutsch recht schlecht. Sie werden falsch angebracht, entstellt und ihrer eigentlichen Bedeutung entkleidet, und dieser Unfug hat mich genöthigt, in mehreren Kapiteln gegen solche Behandlung zu protestiren, indem ich … Weiterlesen

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Der gerochene Elephant

von Alexander Moszkowski [1] O seht! in scharfem Trabe durch tiefen Wüstensand, Wer ist es, der dort rennet? es ist der Elephant! Ihn hetzt ein wilder Jäger auf seinem guten Roß, Im Flintenlaufe hält er das tödliche Geschoß. Sag’ an, … Weiterlesen

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Ja, das neuste meiner Lieder

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Ja, das neuste meiner Lieder, Heute noch muß es entstehn. O, wie macht der Lenz doch wieder Uns’re Residenz so schön! Mögen Andre sagen, daß der Lenz am schönsten sei im Frei’n, Auch auf … Weiterlesen

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Guter Rat von Eugen Richter

aus: Freies Blatt (Wien), 31. Mai 1896 (Guter Rath.) In einer der letzten Sitzungen des deutschen Reichstages gab Eugen Richter dem Antisemiten Paul Förster unter schallender Heiterkeit des Hauses folgenden guten Rath: „Herr Förster empfahl Südwestafrika als Auswanderungsplatz, um das … Weiterlesen

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Keine Gratulation zum Geburtstag von Bismarck

Am 23. März 1895 kommt es zu einer hitzigen Debatte im deutschen Reichstag. Anlaß ist der Antrag des Reichstagspräsidenten Albert von Levetzow (Konservative), dem Altkanzler Otto von Bismarck zu seinem achtzigsten Geburtstag am 1. April 1895 von Seiten des Parlaments zu gratulieren. … Weiterlesen

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Kleines Chicagoer Wörterbuch

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1893 Zum täglichen Gebrauch empfehle ich Denen, welche der Vereinigtenstaatenzunge nicht mächtig sind, an geeigneter Stelle des öffentlichen Verkehrs folgende wirkungsvolle Bemerkungen einzustreuen, um durchschimmern zu lassen, daß man aus Deutschland, also nicht etwa aus … Weiterlesen

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Der Bacillus

Julius Stettenheim, 1896 Der Doktor Koch sprach zum Bacill: „Ei, du verruchter Massenmörder, Paß’ auf, wie ich millionenweis Dich nunmehr aus der Welt beförder’!“ Da sagte der Bacill zu Koch: „Bist also, Doktor, Du der Herr, der Uns tödtet? Nun, … Weiterlesen

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An die Polizei

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Gebet eines jungen Dichters. Ich bin ein junger Dichtersmann Und schrieb ein Trauerspiel, Das nahm der Herr Direktor an, Da es ihm wohlgefiel. So weit wär’ also alles schon Nach Wunsch, doch ach wie … Weiterlesen

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Als Pegida noch „Deutsche Reformpartei“ hieß

Das Wahlresultat. Berlin, 20. Juni. Der erste Theil des Wahl-Dramas [Reichstagswahl am 15. Juni 1893] ist abgespielt. Er hat uns allen mannigfache Ueberraschungen gebracht, uns Juden aber keine speziellen, deren wir uns zu freuen oder die wir zu fürchten hätten. Die … Weiterlesen

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Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz

Eugen Richter: Politisches ABC-Buch, 9. Auflage, 1898, Seite 165-177. I. Entstehungsgeschichte. Das am 26. Juni 1889 erlassene Gesetz wurde im Reichstage am 25. Mai 1889 mit der kleinen Mehrheit von 185 gegen 165 Stimmen angenommen, wobei sich 4 Abgeordnete der … Weiterlesen

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Eugen Richter zum Abgang von Bismarck

Freisinnige Zeitung, 21. März 1890 Die Entlassung des Reichskanzlers Fürsten Bismarck ist vollendete Tatsache. Gott sei Dank, daß er fort ist! so sagen wir heute ebenso aufrichtig, wie wir ihm gegenüber stets gewesen sind. Es wäre ein Segen für das … Weiterlesen

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Die Entlassung des Fürsten Bismarck

Neue Freie Presse, Wien, 20. März 1890 Berlin, 19. März. Auch heute bringt der „Reichsanzeiger“ nichts über die Entlassung des Fürsten Bismarck und berichtet nur, daß der Kaiser heute Vormittags eine Unterredung mit Bötticher hatte und mit Caprivi conferirte. Trotzdem … Weiterlesen

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Gefaßter Automaten-Marder

Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung, 20. März 1890 Gefaßter Automaten-Marder. Seit einiger Zeit hatte der Chokoladen-Fabrikant Herr Sch. in der Schönhauserstraße die unangenehme Entdeckung gemacht, daß der vor seinem Laden angebrachte Automat in der frechsten Weise geplündert werde. An Stelle der … Weiterlesen

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Der Kaiser wird mit den Sozialdemokraten fertig oder zerschmettert sie

Neue Freie Presse, Wien, 20. März 1890 Vor einiger Zeit wurde eine Aeußerung des Kaisers Wilhelm verbreitet, derzufolge derselbe gesagt hätte, was die Social-Demokraten angehe, so werde er mit diesen schon selbst fertig werden. Die Aeußerung lautete nach einer Berliner … Weiterlesen

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Wie stellen sich die Sozialdemokraten zur Monarchie?

Berliner Tageblatt, 20. März 1890 Der „neugewählte sozialdemokratische Abgeordnete einer mitteldeutschen Stadt“, den die „Krzztg.“ über die Stellung der Sozialdemokratie zu den kaiserlichen Erlassen hatte interviewen lassen, war der neue Abgeordnete für Frankfurt, Herr Lithograph Schmidt, der in der „Frankf. … Weiterlesen

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Die Freisinnige Zeitung zur Kanzlerkrise

Neue Freie Presse, 19. März 1890 Berlin, 18. März. Die Freisinnige Zeitung berichtet zur Vorgeschichte der Kanzler-Krise: Der Kanzler habe zum Reichstagsschlusse nicht nach Berlin kommen wollen, er sei erst durch eine dringende Depesche Bötticher’s dazu bewogen worden. Die Arbeiter-Erlässe … Weiterlesen

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Parlamentarische Nachrichten

Berliner Tageblatt, 19. März 1890 Eine interessante Tabelle über die Berufsangehörigkeit der Reichstagsmitglieder bringt das Kürschnersche Buch „Der neue Reichstag“ (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstallt). Danach sind unter Ausschluß der noch nicht entschiedenen Nachwahlen in den einzelnen Fraktionen folgende Berufe bezw. Lebensstellungen … Weiterlesen

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Die Demission des Fürsten Bismarck

Neue Freie Presse, Wien, 18. März 1890 (Telegramme der „Neuen Freien Presse“.) Berlin, 17. März. Nach einer Berliner Meldung der Kölnischen Zeitung ist der Rücktritt des Fürsten Bismarck von allen Aemtern schon in allernächster Zeit bevorstehend, und wird der heutige … Weiterlesen

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