Archiv der Kategorie: 1894

Die neue Welt

von Alexander Moszkowski, 1894 Amerika, Du hast es besser, Als unser alter Kontinent, Wo sich kein einz’ges Staatenwesen Vom Defizite jemals trennt; Des Goldes Flut, nicht mehr zu messen, Schwillt immer höher an bei Dir, Dein Fiskus taucht in Schätzen … Weiterlesen

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Der gerochene Elephant

von Alexander Moszkowski [1] O seht! in scharfem Trabe durch tiefen Wüstensand, Wer ist es, der dort rennet? es ist der Elephant! Ihn hetzt ein wilder Jäger auf seinem guten Roß, Im Flintenlaufe hält er das tödliche Geschoß. Sag’ an, … Weiterlesen

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Ja, das neuste meiner Lieder

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Ja, das neuste meiner Lieder, Heute noch muß es entstehn. O, wie macht der Lenz doch wieder Uns’re Residenz so schön! Mögen Andre sagen, daß der Lenz am schönsten sei im Frei’n, Auch auf … Weiterlesen

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An die Polizei

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Gebet eines jungen Dichters. Ich bin ein junger Dichtersmann Und schrieb ein Trauerspiel, Das nahm der Herr Direktor an, Da es ihm wohlgefiel. So weit wär’ also alles schon Nach Wunsch, doch ach wie … Weiterlesen

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An den Maikäfer

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 So ließest Du Dich wieder In meinen Garten nieder, Du brauner Lenzgesell‘, Dir dient ein grünes Blättchen Als Mittagstisch und Bettchen, Thautröpflein ist Dein Quell. Cigarrenkisten haben Bereit die bösen Knaben, Drin sammeln sie Dich ein, … Weiterlesen

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Was mag sie haben?

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Was mag sie haben, die blonde Süße? Sie sieht mich nicht an, sie kennt mich nicht, Und wenn ich sie auf der Straße grüße, So wendet sie ab ihr holdes Gesicht. Das ärgert mich natürlich … Weiterlesen

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Mein Blick

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Auf der Rousseauinsel Lief Fräulein Marie, Und ein Einfaltspinsel, Der begleitet sie. Falsches Frauenzimmer! Falsch und kalt wie Eis War ihr Herze immer, Hier geschworen sei’s! Und ich ließ sie laufen, Weltmann, wie ich bin … Weiterlesen

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Wenn!

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Nach der: Wenn ich ein Vöglein wär‘-Weis‘. Wenn ich ein Fischlein wär‘ Und von Natur beschuppt, Wär‘ mirs‘ egal, Aber durch Dich beschuppt, ’s wär‘ mir fatal. Wenn ich ein Schäfchen wär‘ Und in der … Weiterlesen

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Mitleid

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Wenn ich am Abend laure Auf sie so liebewarm, Dann geht sie an mir vorüber An eines Andern Arm. Wenn ich am Morgen treffe Sie auf der Straße, dann Werd‘ ich als Luft betrachtet: Sie … Weiterlesen

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Der Abgeordnete Richter hat das Wort: Zur Kolonialpolitik in Ostafrika (1)

Am Schluß seiner Rede im Reichstag, 17. Februar 1894: Meines Erachtens hat in deutschem Besitz Ostafrika gar keine Zukunft, zumal nachdem man die Insel Zanzibar in englischen Besitz hat gelangen lassen. Je früher man dort ganz verzichtet, desto vortheilhafter wäre … Weiterlesen

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Die Folter

von Wippchen a.k.a. Julius Stettenheim, 1894 Selma ist von ihren Schwestern Stets die Liebste mir gewesen, Und zum Lohne hab‘ ich gestern Ihr mein Epos vorgelesen. Dies mein Epos hatte eben Meinem Geiste sich entrungen, Nie in meinem ganzen Leben … Weiterlesen

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Liebes-Boycott

von Wippchen (1894) Gerissen ist mir die Geduld, Das sag‘ ich Dir, Wilhelmine, Denn Du entzogst mir Deine Huld Und näh’n kann — es ist Deine Schuld — Den Riß keine Nähmaschine. Du kamst nicht zu dem Rendezvous, Zu welchem ich … Weiterlesen

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Zum Kampfmonat des Liebesproletariats

Liebes-Strike von Wippchen (Julius Stettenheim), 1894 Das sag‘ ich Dir, bald reißt mir die Geduld, Und wenn sie reißt, Du trägst allein die Schuld, Was ich verlange, weig’re’s mir nicht wieder, Sonst lege ich, bei Gott! die Arbeit nieder. Denn … Weiterlesen

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