Archiv der Kategorie: 1910er

Berlin bei Nacht

Alexander Moszkowski, 1912 Du kommst von fern als Fremder nach Berlin Und kennst noch nicht die holden Nachtasyle, Die freudespendend im Verborg’nen blühn, Wie findest du sie in dem Weltgewühle? Ganz einfach so: du folgst den Schritten sacht Des Reichstagsmanns … Weiterlesen

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Ordinäre Fabel

von Alexander Moszkowski, 1912 Im Monat Jänner oder so, Da ging ein Junker in den Zoo, Und als er das Kamel ersah, Stellt‘ er sich an das Gitter nah’, Um mit dem Dandy-Stecken Das arme Vieh zu necken. Darob geriet … Weiterlesen

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Die Dramaturgen bei der Arbeit

von Alexander Moszkowski, 1912 Erster: Also? Zweiter: Keine Fragen, sondern Antworten. Das größte Bühnenproblem aller Zeiten harrt der Entscheidung. Das deutsche Volk blickt auf uns. Wir werden den Faust aufführen. Dritter: Endlich! Zeit war’s, den Goethe zu retten. Faust ist … Weiterlesen

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Noch nicht dagewesen!

von Alexander Moszkowski, 1912 Man lese und staune! Das Universalipyrin ersetzt den Arzt in allen Lebenslagen, verlängert das menschliche Leben und verkürzt den menschlichen Bandwurm, beseitigt die Gallensteine und poliert sie blank, entfernt Frauenschnurrbärte und befördert den Haarwuchs, ist ein … Weiterlesen

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Theaterpläne

von Alexander Moszkowski, 1912 Wir veröffentlichen hier die Liste derjenigen Unternehmungen, die vom 1. September bis Mitte Oktober eröffnet werden sollen. Das Frührot-Theater in der Friedrichstraße. Eine künstlerische Zuflucht für alle die Tausende, die nach dem anstrengenden Souper mit anschließendem … Weiterlesen

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Die Erfüllung der Wünsche

von Alexander Moszkowski, 1912 Ein guter Ratgeber in allen Lebenslagen. Bei unerträglicher Hitze wünscht gar mancher einen erfrischenden Luftzug. Aber kein Lüftchen will sich rühren. In dieser Situation setze man sich auf den Straßenperron eines Cafés und beginne einen Brief … Weiterlesen

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Das perverse Weib oder: Der Schlammgeist

von Alexander Moszkowski, 1912 Die nächste Tragödie von Frank Wedekind (Fortsetzung von „Erdgeist“.) Plan der Szene. Rechts und links vom Zuschauer. Letzter Akt. Dr. Schön (mit seiner jungen Frau Lulu am Frühstückstisch): Da wir doch nunmehr bereits seit zwei Wochen … Weiterlesen

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Die böse Presse

von Alexander Moszkowski, 1912 Der Schriftsteller X. Y. Z. stand vor seinen irdischen Richtern. Da sollte der bösen Presse wieder etwas am Zeuge geflickt werden. Ein findiger Staatsanwalt hatte nämlich, von einem anonymen Denunzianten unterstützt, in den neuesten Leitartikeln des … Weiterlesen

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Viehsisana

von Alexander Moszkowski, 1912 Einer meiner Bekannten, der ausgezeichnete Veterinär-Arzt Dr. Thierichens, hat vor einiger Zeit ein Tierhospital gegründet, zu dessen Besichtigung er mich am Faschings-Dienstag einlud. „Dem gesamten ärztlichen Stand“, also belehrte er mich, „wirft man häufig genug Grausamkeit … Weiterlesen

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Er möchte Herrn Meyer sprechen!

von Alexander Moszkowski, 1912 Grammophonische Momentaufnahme eines Berliner Telephongesprächs. Ich möchte gern Herrn Meyer selbst — Hier Neufeld — Ist dort nicht Meyer? — Zum Kreuzdonnerwetter hängen Sie doch ab! — Sind Sie fertig? — Klärchen hat solche Zahnschmerzen und … Weiterlesen

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„. . . Wir hätten, sollen . . .“

von Alexander Moszkowski, 1912 (Resumé einer größeren Vergnügungsreise.) Wir hätten das Billett nur bis zur Grenze nehmen sollen und dann eine neue Fahrkarte, da hätten wir pro Person 18 Mark gespart. — Wir hätten sollen über Mannheim reisen, weil wir … Weiterlesen

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Pour le mérite

von Alexander Moszkowski, 1912 An den Freiherrn von Fröhlich. Ich las in den Zeitungen, daß Sie sich mit der Vermittelung von Orden und Ehrenzeichen befassen. Da ich momentan Bedarf in diesem Artikel habe, so bitte ich Sie um gefl. Übersendung … Weiterlesen

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Notizen eines Lebemannes

von Alexander Moszkowski, 1912 Keine Dame ist so langweilig, daß sie nicht zu Zeiten sehr amüsant sein könnte. * Wenn du von schönen Lippen das Kosewort „Einziger“ hörst, so stelle dir vor, wie sich aus demselben Munde der Aufschrei „Elender!“ … Weiterlesen

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Im Klub der Vertieften

von Alexander Moszkowski, 1912 Baron Mucki: Ja, ’s is so! Das Familienleben geht mir über alles! Familienleben is überhaupt die Hauptsache! Fragen Sie nur den Oldenburg-Januschau. Herrjott, is schon wieder drei Uhr früh! ich meine: erst drei Uhr früh. Das … Weiterlesen

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Telephon-Reform

von Alexander Moszkowski, 1912 (Ein Gespräch am Apparat) Der Teilnehmer: Bitte 3333. Das Fräulein im Amt: Wie? Der Teilnehmer: Dreiunddreißig — dreiunddreißig. Das Fräulein: Mit dieser Nummer soll ich Sie verbinden? Teilnehmer: Na ja, selbstverständlich. Fräulein: Es ist nichts selbstverständlich … Weiterlesen

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Winke für Touristen

von Alexander Moszkowski, 1912 Wer reisen will, Mach‘ kein Gebrüll, Nehm‘ nicht viel mit, Bezahle nit. Zieh‘ seine Straß‘, Pump‘ keinem was. Und pumpe als gewiegter Mann Beim Reisen lieber andre an! Die beste Zeit zu einer Gebirgsreise ist der … Weiterlesen

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Die Türen auf!

von Alexander Moszkowski, 1912 Die dritte Klasse der 314. Gemeindeschule ist heute schon kurz nach 7 Uhr von einer dichten Menschenmasse belagert. Um 8 Uhr ist das Auditorium im Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Durch die Zusammenrückung der … Weiterlesen

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Ein Nietzsche-Komitee

von Alexander Moszkowski, 1912 Professor Fatzko: Gestatten Sie, werte Herren Kollegen, daß ich diese Dame in unseren illustren Kreis einführe: Cornelia, eine Cousine des großen Philosophen. Professor Mumpici: Das muß eine Mystifikation sein. Ich kenne als intimsten Freund unseres verewigten … Weiterlesen

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Der König der Detektivs

von Alexander Moszkowski, 1912 Der Zug war vollbesetzt in die Halle eingelaufen. Unter den Reisenden befand sich auch Er, der Große, der Meister seines Faches, freilich unerkannt in der Menge. Er fuhr in einer Droschke zum Hotel und gab dem … Weiterlesen

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Kolossaler Aufschnitt

von Alexander Moszkowski, 1912 Zu den rätselhaftesten Dingen dieser Welt gehört für mich das Physiognomiegedächtnis meiner lieben Nebenmenschen. Ich habe nämlich niemals eine Ahnung, wer der andere ist, während der andere meine Identität immer in der ersten Sekunde feststellt. Ganz … Weiterlesen

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