Archiv der Kategorie: 1922

Die etruskische Vase

Alexander Moszkowski, 1922 Ein Töpfermeister lebte einst Im allergrau’sten Altertume, Der formte Vasen mancherlei Der Kunst, sowie sich selbst zum Ruhme. Die schönste Vase schenkte er Dem Häuptling der Etruskerscharen, Der stellte sie im Tempel auf, Das war vor dritthalbtausend … Weiterlesen

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Alles elektrisch

Alexander Moszkowski, 1922 So hat über Wolken vor einigen Wochen Sankt Petrus zum lieben Herrgott gesprochen: Du bist mir seit einiger Zeit etwas mystisch, Es ist erwiesen, und zwar statistisch, Daß die Gewitter über der Erden Von Jahr zu Jahre … Weiterlesen

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Schutz dem Arbeitswilligen!

von Alexander Moszkowski, 1922 Dies zu betonen scheint mir recht und billig: Ich bin als Mensch und Individium Im allgemeinen ziemlich arbeitswillig, Besonders morgens, so um acht herum; Da liegt Papier, von Schreibgerät umzingelt Schreib ich den ersten Strich, das … Weiterlesen

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Das Völkerrecht

von Alexander Moszkowski, 1922 Es ist Materie für ein Kolleg, Ein Anlaß zu Professuren, Es ist ein Ballast der Bibliothek, Ein Füllsel der Registraturen; Es ist ein Schatten am grünen Tisch, Der Krieg oder Frieden verkündet, Es ist ein paragraphierter … Weiterlesen

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Zwei Träume

Alexander Moszkowski, 1922 Es ist mir im hohen Grade belehrend, Ich lese und höre von Träumen fortwährend Vergnügen bereitend, ja Wonne gewährend. Was träumen Poeten in glühenden Nächten Von biegsamen Leibern und goldigen Flechten, Von huldvollem Nicken und zärtlichem Kosen, … Weiterlesen

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Schlummerlied

Alexander Moszkowski, 1922 Die Mutter singt, die Mutter wiegt, Das Bübchen ist sehr mißvergnügt, Es hebt sein Köpfchen allsobald, Bewegt sein Mündchen, spuckt und lallt: Cis, Mutter, Cis! O Gott, was singst du mies! Ich selber weiß es ja bereits, … Weiterlesen

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Alexander Moszkowski: Die Inseln der Weisheit

Erfreulicherweise sind zahlreiche Werke unseres Mitbloggers Alexander Moszkowski wieder erhältlich und das sogar als Kindlebücher kostenlos. Dazu zählt auch das Buch „Die Inseln der Weisheit“ aus dem Jahre 1922. Als Rahmenhandlung dient eine Expedition, zu der eine bunte Schar von … Weiterlesen

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Glückliche Menschheit

Alexander Moszkowski, 1922 Wie praktisch hat doch die Natur Den Menschenkörper eingerichtet! Wie sorgsam hat sie die Struktur Bis zur Vollendung aufgezüchtet! Sie hat uns Muskeln aufgepackt, Damit wir unser Rheuma pflegen, Sie hat uns Nieren eingesackt, Der Brightschen Nierenkrankheit … Weiterlesen

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Anruf an den Weisesten der Weisen

von Alexander Moszkowski, 1922 Tagore, Tagore! Du stehst so hoch im Flore, Daß jeder dir schon Hymnen blus Für dein enormes Klug-Geschmus; Nun gib auch mir, ich bitte sehr, Von deiner Weisheit etwas her, Von deinem Indischen Genie, Von deiner … Weiterlesen

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Organisitis

von Alexander Moszkowski, 1922 Jetzt, wohin auch die Pupille stiert, Alles ist „organisiert“, Alle Stände, alle Klassen, Alle Gruppen, alle Massen, In bewegten Lebensfluten Haben sich organisiert, Haben Ausschuß und Statuten, Haben Obmann, haben Führung, Haben die Organisierung. Ja, dies … Weiterlesen

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Jammerstrophen

von Alexander Moszkowski, 1922 Wenn ick schon höre: Reichs-Etat, O Gottogott, wie wird mir da! Wie wird mir im Jemiete mieß! Uf alle Fälle kostet’s Kies. So is et heut, so bleibt in spe Det A-B-C der Reichs-Idee, O jemine, … Weiterlesen

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Ewiger Irrtum

von Alexander Moszkowski, 1922 „Die Weltgeschichte ist das Weltgericht“, — Ist das die Wahrheit oder ist es Lüge? Der Dichter Friedrich Schiller schwankte nicht: Am Schluß kommt die Gerechtigkeit zum Siege. Die Weltgeschichte schafft ganz unbeirrt An der Sentenz. Mir wird … Weiterlesen

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Der Verbieter

von Alexander Moszkowski, 1922 Und wieder in der Äonen Enteilen War’s Zeit, die Ämter der Menschheit zu teilen, Und jedem auf seinen irdischen Geleisen Die richtige Stellung anzuweisen. Heut war der Tag der besondern Talente; Da sah man Gesichter, sehr … Weiterlesen

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Der Lyriker und die Umsatzsteuer: 1 ½ Prozent

von Alexander Moszkowski, 1922 Vorausgesetzt, er findet einen Verleger, Vorausgesetzt, der Mann ist ganz integer, Vorausgesetzt, besagter Lyrikus Erhält ein Honorar beim Rechnungsschluß; Vorausgesetzt, daß ihn die Muse heiligt Mit lyrischem Gefühl, das in ihm brennt, — — So ist … Weiterlesen

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Weltgeschichte

Stets bei einer Zeitenwende Nach der Länderkarte greift man, Was sich da geändert fände Mit den Blicken überschweift man; Und da sieht man: die Rumänen Sind von rechts nach links schraffiert, Während wieder die Hellenen Meist von links nach rechts … Weiterlesen

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