Archiv der Kategorie: Julius Stettenheim

Das Untier

Julius Stettenheim, „Burlesken“ 1899 Auf einer Haupttour kam einmal ein Floh In des Professors Zimmer, wo Ein trefflich Mikroskop, wie es der Meister Tagtäglich brauchte, stand. Das Tierchen sprang — Denn keines ist neugieriger und dreister — Hinauf aufs Instrument … Weiterlesen

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Komisch

von Julius Stettenheim, 1898 Es geht ja vielen Wörtern unseres geliebten Deutsch recht schlecht. Sie werden falsch angebracht, entstellt und ihrer eigentlichen Bedeutung entkleidet, und dieser Unfug hat mich genöthigt, in mehreren Kapiteln gegen solche Behandlung zu protestiren, indem ich … Weiterlesen

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Ja, das neuste meiner Lieder

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Ja, das neuste meiner Lieder, Heute noch muß es entstehn. O, wie macht der Lenz doch wieder Uns’re Residenz so schön! Mögen Andre sagen, daß der Lenz am schönsten sei im Frei’n, Auch auf … Weiterlesen

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Willst Du nicht aufsteh’n, Michel!

Hamburger Wespen, Nr. 12, 1863 (Frei nach Heine.)   Am Fenster stand Germania, Im Bette lag der Sohn. „Willst Du nicht aufsteh’n, Michel? Denk an die Convention!“ — „Ich bin so krank, o Mutter, Daß ich nicht hör‘ und seh’; … Weiterlesen

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Kleines Chicagoer Wörterbuch

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1893 Zum täglichen Gebrauch empfehle ich Denen, welche der Vereinigtenstaatenzunge nicht mächtig sind, an geeigneter Stelle des öffentlichen Verkehrs folgende wirkungsvolle Bemerkungen einzustreuen, um durchschimmern zu lassen, daß man aus Deutschland, also nicht etwa aus … Weiterlesen

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Der Bacillus

Julius Stettenheim, 1896 Der Doktor Koch sprach zum Bacill: „Ei, du verruchter Massenmörder, Paß’ auf, wie ich millionenweis Dich nunmehr aus der Welt beförder’!“ Da sagte der Bacill zu Koch: „Bist also, Doktor, Du der Herr, der Uns tödtet? Nun, … Weiterlesen

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An die Polizei

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Gebet eines jungen Dichters. Ich bin ein junger Dichtersmann Und schrieb ein Trauerspiel, Das nahm der Herr Direktor an, Da es ihm wohlgefiel. So weit wär’ also alles schon Nach Wunsch, doch ach wie … Weiterlesen

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Aus dem Töfftöff

Julius Stettenheim, 1904 Die Pferde werden, wie mancher denkt, Allmählich vom Automobil verdrängt, Indes das Automobil uns lehrt, Verdrängen wird nichts das Steckenpferd. — Hinweis Bei Libera Media gibt es kommentierte Neuauflagen der Werke von Julius Stettenheim, dem Macher hinter … Weiterlesen

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Vom Sitzenbleiben und Nichtaufstehen

Julius Stettenheim, 1896 In den weiten Räumen des Gedächtnisses eines jeden Menschen befindet sich eine Schreckenskammer, deren Inhalt nicht erfreulich ist, auch dann nicht, wenn er aus demselben sehr weise Lehren für das ganze Leben gezogen hat. Man bewahrt in … Weiterlesen

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An den Maikäfer

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 So ließest Du Dich wieder In meinen Garten nieder, Du brauner Lenzgesell‘, Dir dient ein grünes Blättchen Als Mittagstisch und Bettchen, Thautröpflein ist Dein Quell. Cigarrenkisten haben Bereit die bösen Knaben, Drin sammeln sie Dich ein, … Weiterlesen

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Ein Tag aus dem Nabobleben

von Julius Stettenheim, 1900 Im Lichte des „Vorwärts“ biographiert. — Ich wachte ungewöhnlich früh auf. In meiner Wohnung verkündeten fünfzehn Uhren die neunte Morgenstunde, und ich konnte nicht wieder einschlafen. Ich berührte also die elektrische Klingel, um dem herbeistürzenden Diener … Weiterlesen

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Stettenheim-Abend

Neue Freie Presse, Wien, 5. November 1891 [Stettenheim-Abend.] Julius Stettenheim’s sechzigstes Geburtsfest ist gestern, am 2. November, wie man uns aus Berlin schreibt, von einer überaus großen Zahl von Freunden der heiteren Muse lustig und sinnig, vor Allem in einer … Weiterlesen

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Ein Roman in drei Strophen

von Julius Stettenheim, 1900 Er war nicht allzusehr gesellig, Sie schön und reich. Von irgend wem Ward er auf einem Ball zufällig Ihr vorgestellt „Sehr angenehm.“ Sie unterhielten sich romantisch, Dann tanzten sie, sie ungestüm Und höchst graziös, er dilettantisch, … Weiterlesen

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Was mag sie haben?

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Was mag sie haben, die blonde Süße? Sie sieht mich nicht an, sie kennt mich nicht, Und wenn ich sie auf der Straße grüße, So wendet sie ab ihr holdes Gesicht. Das ärgert mich natürlich … Weiterlesen

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Mein Blick

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Auf der Rousseauinsel Lief Fräulein Marie, Und ein Einfaltspinsel, Der begleitet sie. Falsches Frauenzimmer! Falsch und kalt wie Eis War ihr Herze immer, Hier geschworen sei’s! Und ich ließ sie laufen, Weltmann, wie ich bin … Weiterlesen

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Aus dem Tagebuche eines Riesen

Julius Stettenheim, 1896 Riesen sind gewöhnlich schreibfaul. Der große Weg, den die Hand mit der Feder vom Papier bis zum Dintefaß und vom Dintefaß wieder bis zum Papier zurückzulegen hat, ermüdet den Arm. Daher findet der Autographensammler höchst selten Briefe … Weiterlesen

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Wenn!

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Nach der: Wenn ich ein Vöglein wär‘-Weis‘. Wenn ich ein Fischlein wär‘ Und von Natur beschuppt, Wär‘ mirs‘ egal, Aber durch Dich beschuppt, ’s wär‘ mir fatal. Wenn ich ein Schäfchen wär‘ Und in der … Weiterlesen

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Aussprüche namhafter niederer Thiere

Julius Stettenheim, 1896 „Ich kann jeden Augenblick Redakteur werden,“ sagte der Hammer, „denn ich habe zwei Scheeren.“ „Vor Nachstellung ist keine Unschuld sicher,“ klagte die Trichine. „Schiller,“ rief die eingebildete Made, „hat mich in dem Vers besungen: Vom Mädchen reißt … Weiterlesen

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Der Krieg zwischen England und Afghanistan

Berliner Wespen, 18. Oktober 1878 (Originalberichte.) II. Herrn Wippchen in Bernau. Wir haben schon oft zu bemerken Gelegenheit gefunden, daß Sie, wenn Sie Berichte von entfernten Schauplätzen schreiben, ohne Weiteres annehmen, der Leser wisse wenig oder Nichts von denselben, und … Weiterlesen

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Mitleid

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Wenn ich am Abend laure Auf sie so liebewarm, Dann geht sie an mir vorüber An eines Andern Arm. Wenn ich am Morgen treffe Sie auf der Straße, dann Werd‘ ich als Luft betrachtet: Sie … Weiterlesen

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