Archiv der Kategorie: Lyrik

Vanitas! Diplomatum Vanitas!

Kladderadatsch, 4. Januar 1863 Ich hab‘ mein Sach‘ auf Nichts gestellt, Juchhe! Drum ist so wohl mir in der Welt; Juchhe! Und wer als ächter Diplomat Großmächtig lenken will den Staat, Der folge meinem Rath. Ich stellt‘ mein Sach‘ ganz … Weiterlesen

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Zum Neuen Jahre

Friedrich Stoltze, 1886 Fröhlich auf! — In Herz und Hirne Gährt es noch wie junger Wein. Ueber mir noch die Gestirne, Schöne Welt, noch bist du mein! Ob es auf dem Haupt, dem stolzen, Weiß zu flocken auch beginnt, Wär’ … Weiterlesen

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Neujahr

Friedrich Stoltze, 1881 Freiheit! Freiheit! Bis zum Tod Will ich für dich zeugen; Keine Macht und keine Noth Soll den Sinn mir beugen. Stolz und aufrecht will ich steh’n, Und so sei gestritten, Traf das Schicksal unverseh’n Mich in’s Herz … Weiterlesen

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Bis zum letzten Tropfen Blut

Friedrich Stoltze, 1877 Bis zum letzten Tropfen Blut Und in Todesnächte, Fröhlich auf mit neuem Muth Für der Menschheit Rechte! Freiheit, du mein Götterbild, Schöner ist kein Werben, Als auf deinem Sonnenschild In der Schlacht zu sterben. Betet ihr, ich … Weiterlesen

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Ordinäre Fabel

von Alexander Moszkowski, 1912 Im Monat Jänner oder so, Da ging ein Junker in den Zoo, Und als er das Kamel ersah, Stellt‘ er sich an das Gitter nah’, Um mit dem Dandy-Stecken Das arme Vieh zu necken. Darob geriet … Weiterlesen

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Aus dem Töfftöff

Julius Stettenheim, 1904 Die Pferde werden, wie mancher denkt, Allmählich vom Automobil verdrängt, Indes das Automobil uns lehrt, Verdrängen wird nichts das Steckenpferd. — Hinweis Bei Libera Media gibt es kommentierte Neuauflagen der Werke von Julius Stettenheim, dem Macher hinter … Weiterlesen

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Lyrikgrundversorgung (X)

von Henning Helmhusen   Gerechtigkeitssinn Es kann nicht sein, daß man nur die Kleinen hängt. Auch die Großen müssen gehängt werden! — Siehe auch: Lyrikgrundversorgung (I) Lyrikgrundversorgung (II) Lyrikgrundversorgung (III) Lyrikgrundversorgung (IV) Lyrikgrundversorgung (V) Lyrikgrundversorgung (VI) Lyrikgrundversorgung (VII) Lyrikgrundversorgung (VIII) … Weiterlesen

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Lyrikgrundversorgung (IX)

von Henning Helmhusen   Das kann nur der Staat Direktanschluß der Elbphilharmonie mit solargetriebener Magnetbahn an den Flughafen Berlin Brandenburg. — Siehe auch: Lyrikgrundversorgung (I) Lyrikgrundversorgung (II) Lyrikgrundversorgung (III) Lyrikgrundversorgung (IV) Lyrikgrundversorgung (V) Lyrikgrundversorgung (VI) Lyrikgrundversorgung (VII) Lyrikgrundversorgung (VIII)

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An den Maikäfer

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 So ließest Du Dich wieder In meinen Garten nieder, Du brauner Lenzgesell‘, Dir dient ein grünes Blättchen Als Mittagstisch und Bettchen, Thautröpflein ist Dein Quell. Cigarrenkisten haben Bereit die bösen Knaben, Drin sammeln sie Dich ein, … Weiterlesen

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Deutscher Freisinn dreimal hoch!

Prolog zum Stiftungs-Feste des Deutsch-Freisinnigen Vereins zu Dresden am 26. Januar 1893 von G. W. C. Schmidt. Gesprochen vom Verfasser. — Seid gegrüßt uns, seid willkommen, Ihr, Mitglieder, Freunde, Gäste, Die des Freisinns Ruf vernommen, Seid gegrüßt zum Stiftungsfeste! Unsern … Weiterlesen

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Ein Roman in drei Strophen

von Julius Stettenheim, 1900 Er war nicht allzusehr gesellig, Sie schön und reich. Von irgend wem Ward er auf einem Ball zufällig Ihr vorgestellt „Sehr angenehm.“ Sie unterhielten sich romantisch, Dann tanzten sie, sie ungestüm Und höchst graziös, er dilettantisch, … Weiterlesen

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Lyrikgrundversorgung (VIII)

von Henning Helmhusen   Wohlfahrtsstaat einfach definiert Fremdschenken. — Siehe auch: Lyrikgrundversorgung (I) Lyrikgrundversorgung (II) Lyrikgrundversorgung (III) Lyrikgrundversorgung (IV) Lyrikgrundversorgung (V) Lyrikgrundversorgung (VI) Lyrikgrundversorgung (VII)

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Was mag sie haben?

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Was mag sie haben, die blonde Süße? Sie sieht mich nicht an, sie kennt mich nicht, Und wenn ich sie auf der Straße grüße, So wendet sie ab ihr holdes Gesicht. Das ärgert mich natürlich … Weiterlesen

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Mein Blick

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Auf der Rousseauinsel Lief Fräulein Marie, Und ein Einfaltspinsel, Der begleitet sie. Falsches Frauenzimmer! Falsch und kalt wie Eis War ihr Herze immer, Hier geschworen sei’s! Und ich ließ sie laufen, Weltmann, wie ich bin … Weiterlesen

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Wenn!

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Nach der: Wenn ich ein Vöglein wär‘-Weis‘. Wenn ich ein Fischlein wär‘ Und von Natur beschuppt, Wär‘ mirs‘ egal, Aber durch Dich beschuppt, ’s wär‘ mir fatal. Wenn ich ein Schäfchen wär‘ Und in der … Weiterlesen

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Kriegs-Schnadahüpf’l

Berliner Wespen, 4. Oktober 1878 Und so a Congreß is a schöne G’schicht’; Entweder ’s giebt Frieden, oder auch nicht. Und is in Europa ka Raum mehr, was schad’s! ’S giebt ja in Asien noch schrecklich viel Platz. Der Russ’ … Weiterlesen

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Auf flüchtigen Sohlen der Hindus

Berliner Wespen, 4. Oktober 1878 Auf flüchtigen Sohlen der Hindus, Herzliebchen, trag’ ich dich fort, Zum Stromgebiete des Indus, Dort weiß ich den schönsten Ort. Dort geht spazieren im Garten Shir Ali im Mondenschein, Die Lotosblumen erwarten Die Briten zum … Weiterlesen

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Mitleid

Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1894 Wenn ich am Abend laure Auf sie so liebewarm, Dann geht sie an mir vorüber An eines Andern Arm. Wenn ich am Morgen treffe Sie auf der Straße, dann Werd‘ ich als Luft betrachtet: Sie … Weiterlesen

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Lyrikgrundversorgung (VII)

von Henning Helmhusen   Erleichterung Die USA sind wieder ein sicherer Schuldner, der mit mehr Schulden seine Schulden bezahlt. — Siehe auch: Lyrikgrundversorgung (I) Lyrikgrundversorgung (II) Lyrikgrundversorgung (III) Lyrikgrundversorgung (IV) Lyrikgrundversorgung (V) Lyrikgrundversorgung (VI) — Viele weitere Satiren finden sich … Weiterlesen

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„Man muß dem Mob etwas bieten!“

Berliner Wespen, 4. Oktober 1878 Lassalle an Rodbertus — Das Volk ist der Mob, allein man hat’s Zum Herrschen bekanntlich sehr nöthig, Drum muß man es pflegen wie einen Schatz, Dann ist es zu allem erbötig. Nur möge man weise … Weiterlesen

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