Archiv der Kategorie: Satire

Ubi bene, ibi patria!

Frankfurter Latern (Friedrich Stoltze), 13. März 1863 Sind wir denn nicht zu beneiden, Daß wir deutsche Bürger sind? Zieh’n wir doch voll Lust und Freuden Durch viel Vaterländer hin! Lustig hier und lustig da — Ubi bene, ibi patria! Reizend ist’s … Weiterlesen

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Die Phantasie an der Macht

von Henning Helmhusen Wie ich es nicht besser erfinden könnte, wurde mir das Geheimprogramm von Syriza zugespielt, mit dem Tsipras und Varoufakis Europa in die Enge treiben wollen. Insbesondere will man nun psychologisch noch geschickter vorgehen: Bei den Verhandlungen kommt … Weiterlesen

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Aus dem neuesten europäischen Feuerwehrreglement

Kladderadatsch, 8. März 1863 §. 11. ……. Wenn aber ein Haus in Flammen steht, so daß für die angränzenden Gebäude Gefahr entsteht oder auch nur zu befürchten ist, so soll man das nächstliegende Haus gleichfalls anzünden, um die Thätigkeit der … Weiterlesen

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’s letzte Fensterln

Hamburger Wespen, Nr. 10, 1863 (Aus der abenteuerlichen Gegenwart eines preußischen Ministers.          Stimme aus dem Herrenhaus:                  Stimme aus der zweiten Kammer: „Reich mir die Hand, mein Leben!“        „Nehmen Sie das Geleite mit!“ — Anmerkung Der Minister ist der preußische Minister-Präsident … Weiterlesen

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Eine Pfeife Opium

Alexander Moszkowski, 1927 Wie ich zu der Rauchpille gekommen bin? Nebensache. Genug, sie war vorhanden, und ich darf sogar verraten, daß Opium sich heut leichter erhandeln läßt als gewisse sagenhaft gewordene Sorten von Zigarettentabak. Eine malerische Stellung auf dem Kanapee … Weiterlesen

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Aus der Real-Schule

Kladderadatsch, 1. März 1863 Ei, ei, mein Sohn! Was für eine schlechte häusliche Arbeit hast du da wieder gemacht! — Hintergrund Der von Europa getadelte Schüler ist der preußische Ministerpräsident Bismarck, der in der Hand die Alvenslebensche Konvention hält. In dieser … Weiterlesen

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Illustrirtes Telegramm aus Berlin

Hamburger Wespen, Nr. 3, 1863 „Die Kammern sind zusammengetreten.“ — Siehe auch: Die Entwicklung in Preußen Humor nach Gutsherrenart Preußische Zustände Verfolgungen wegen politischer Gesinnungen Bericht aus Berlin Eröffnung des Preußischen Landtags Eine neue Verwickelung Die Rheinische Adresse Hintergrund: Die … Weiterlesen

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Karneval 1863

Berliner Gerichtszeitung, 19. Februar 1863 — Das fromme Köln schwelgt im Carnevalsjubel, daß der ernsthafte alte Dom schier mit seinem grauen Haupte wackelt. Der Karnevalszug vom 16. d. M. war einer der glänzendsten, den die Stadt je gesehen. Vor allen … Weiterlesen

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Kleines Chicagoer Wörterbuch

von Wippchen (a.k.a. Julius Stettenheim), 1893 Zum täglichen Gebrauch empfehle ich Denen, welche der Vereinigtenstaatenzunge nicht mächtig sind, an geeigneter Stelle des öffentlichen Verkehrs folgende wirkungsvolle Bemerkungen einzustreuen, um durchschimmern zu lassen, daß man aus Deutschland, also nicht etwa aus … Weiterlesen

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Antrag auf eine Lebens-Versicherung der preußischen Verfassung

Kladderadatsch, 15. Februar 1863 Offene Fragen, deren klare und wahre Beantwortung unerläßlich ist, um entscheiden zu können, ob das Leben der preußischen Verfassung versichert werden kann. 1. Ist die genannte Verfassung jetzt bei guter Gesundheit? 2. Ist die Existenz der … Weiterlesen

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Unsere Krisis

Kladderadatsch, 8. Februar 1863 Unsere Krisis — sagt die Neue Preußische Zeitung — datirt nicht seit der Adreßdebatte, auch nicht seit Ernennung der jetzigen Minister, auch nicht seit der neuen Aera, auch nicht seit 1848. Sie hat ihren Ursprung nicht … Weiterlesen

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Der Bacillus

Julius Stettenheim, 1896 Der Doktor Koch sprach zum Bacill: „Ei, du verruchter Massenmörder, Paß’ auf, wie ich millionenweis Dich nunmehr aus der Welt beförder’!“ Da sagte der Bacill zu Koch: „Bist also, Doktor, Du der Herr, der Uns tödtet? Nun, … Weiterlesen

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Wollen die Griechen denn nicht auch genesen?

Frankfurter Latern, 6. Februar 1863 Die armen Griechen haben also noch immer keinen König, denn der Herzog Ernst hat definitiv abgelehnt! Börne hat gefagt: „Es ist eine Krankheit, einen König haben; es ist eine schlimmere, einer sein!“ Herzog Ernst liebt … Weiterlesen

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Als ich Detektiv wurde

Alexander Moszkoswki, 1927 In einer Ecke des Raucherabteils hatte ich es mir vor Jahren bequem gemacht. Als alleiniger Insasse das Coupés schmökerte ich stundenlang in einem Bande von Sherlock Holmes, und geriet immer tiefer in den Ideenkreis des findigen Verfassers. … Weiterlesen

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Germania und Hellas

Kladderadatsch, 1. Februar 1863 Mangel und Ueberfluß. Germania, welche reich an dem ist was Hellas ent- behrt, ist bereit, der Armen mit Ernst unter die Arme zu greifen. — Hintergrund 1862 mußte der erste griechische König Otto (Sohn von König … Weiterlesen

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Liberales Thema mit conservativen Variationen

Kladderadatsch, 25. Januar 1863 Herr Grabow, Präsident des Abgeordnetenhauses hat eine Liebesgabe, bestehend in 48 Flaschen Moselwein, erhalten. (Liberale Blätter.) Conservative Variationen. (Zeichen der Zeit!) Während wir Conservative unsere Kämpfer mit frommem Schinken und kernigem Pumpernickel stärken, schicken da die … Weiterlesen

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Berlin bei Nacht

Alexander Moszkowski, 1912 Du kommst von fern als Fremder nach Berlin Und kennst noch nicht die holden Nachtasyle, Die freudespendend im Verborg’nen blühn, Wie findest du sie in dem Weltgewühle? Ganz einfach so: du folgst den Schritten sacht Des Reichstagsmanns … Weiterlesen

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Confisciren! Suspendiren!

Frankfurter Latern (Friedrich Stoltze), 24. Januar 1863 Ihr streitet Euch, auf welche Weise Man Deutschlands Einheit kann erringen? Wir wollen in das rechte Geleise Euch heut’durch einen Vorschlag bringen. Das Mittel, das die Reaction Mit Glück benutzte häufig schon, Könnt … Weiterlesen

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Wien und Berlin

Kladderadatsch, 18. Januar 1863 Ein alter Spruch. Ein Liebespaar, wie keines war, Seit Herz und Herz entdeckt sich; Aus Zärtlichkeit ward Zank und Streit, Denn — was sich liebt, das neckt sich. Ein böses Wort fällt hier und dort, Man … Weiterlesen

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Der halbierte Storch

Alexander Moszkoswki, 1927 Es würde sich verlohnen, einmal die Geschichte der Froschplagen im Zusammenhang zu schreiben. Historisches Material ist genug vorhanden, und aus alten Berichten ergibt sich, daß der Frosch keineswegs als eine harmlose Kreatur zu gelten hat. Der Knabe, … Weiterlesen

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