Artikel „Rudolf Virchow“ im 8. ABC-Buch von Eugen Richter

Eugen Richter: Politisches ABC-Buch, 8. Auflage, 1896, Seite 444f.

Virchow, Rudolf, Freisinnige Volkspartei, Dr. med. Professor der pathologischen Anatomie, der allgemeinen Pathologie und Therapie und Direktor des pathologischen Instituts an der Universität in Berlin, geb.13. Oktober 1821 zu Schivelbein (Pommern), Gymnasium Köslin, Universität Berlin, 1843 bis 1848 Arzt an der Charitee in Berlin, zugleich Privatdozent. 1848 vom Kultusministerium nach Oberschlesien zum Studium des Hungertyphus gesandt. Zeitweise seines Amtes entsetzt ging er 1849 als ordentlicher Professor nach Würzburg, 1856 nach Berlin zurückberufen. Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung seit 1861, des Abgeordnetenhauses seit 1861, und zwar bis 1866 für Saarbrücken-Ottweiler-St. Wendel und seit 1866 für Berlin lll. Gehört zu den Begründern der deutschen Fortschrittspartei, seit 1880 durch Nachwahl Mitglied des Reichstags für den 2. Berliner Wahlkreis bis 1898, wo Virchow in der Stichwahl dem sozialdemokratischen Gegenkandidaten unterlag. 

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